Für die Besetzung der 1. Pfarrstelle der Kirchengemende ist folgende Kandidatin gewählt worden:

Pfarrerin Annika Panzer

Voraussetzung für die Berufung in die Pfarrstelle war die zuvor stattfindende Wahl durch das Presbyterium, die in einem Gemeindegottesdienst am Samstag, 14. März 2026 in der Kirche in Hoerstgen stattfand.

Der Gottesdienst wurde vom Synodalassessor des Kirchenkreises Moers, Pfarrer Matthias Immer, angesetzt und geleitet.

Das Wahlergebnis wird der Gemeinde am 22.03.2026 bekanntgegeben mit dem Hinweis, dass jedes mindestens 16 Jahre alte, zum Heiligen Abendmahl zugelassene Gemeindemitglied spätestens eine Woche nach der Bekanntgabe in der jeweiligen Kirchengemeinde bei dem Superintendenten des Kirchenkreises Moers, Mühlenstraße 20, 47441 Moers, einen schriftlich begründeten Einspruch gegen Lehre, Wandel und Gaben des Gewählten oder wegen Verletzung von Vorschriften des Wahlverfahrens erheben kann (§ 8 PStG).

Mit der Bibel durch die Passionszeit: Thema in diesem Jahr: die „Ich bin Worte“ Jesu aus dem Johannesevangelium.
Jeden Donnerstag in der Passionszeit um 18 Uhr im Gemeindehaus Sevelen, zum letzten Mal am Gründonnerstag.
Das Vorbereitungsteam lädt herzlich ein!
Kontakt: Rudolf Pappenheim (02835 / 6578, rudolf.pappenheim@ekir.de)

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit …“

Mit diesen Worten aus dem Evangelischen Gesangbuch lassen sich die vergangenen Monate in unserer Kirchengemeinde gut beschreiben. Zeiten des Aufbruchs und des Innehaltens, manchmal auch des Suchens gehörten dazu – und immer wieder die Frage: Wie bleibt das Schiff auf Kurs?
Meine eigenen Segelerfahrungen beschränken sich auf eine einwöchige Klassenfahrt auf einem Plattbodenschiff auf dem Ijsselmeer Anfang der 90er Jahre. Doch auch dort habe ich gelernt: Es gibt Situationen, in denen wirklich alle – Mann und Frau – an Deck sein müssen. Besonders bei Wendemanövern kommt es darauf an, dass jede und jeder ihre/seine Aufgabe kennt und wahrnimmt.
Ein Erlebnis ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Kurz vor einem Wendemanöver fiel ein Mitschüler aus – ausgerechnet er war für die Kurbel zuständig, mit der eines der Seitenschwerter hochgekurbelt werden musste. Ohne diese Position war das Manöver nicht möglich. Die Skipperin musste kurzfristig umdisponieren, Aufgaben neu verteilen und entstandene Lücken schließen. Ein kleines Durcheinander entstand, doch am Ende gelang das Wendemanöver.
An dieses Bild musste ich denken, als ich auf die vergangenen Monate nach der Verabschiedung von Pfarrer Maser in seinen Ruhestand zurückblickte.
Auch bei uns mussten Aufgaben neu bedacht, verteilt und teilweise neu erlernt werden. Parallel dazu begaben wir uns auf die Suche nach einer neuen Pfarrerin oder einem neuen Pfarrer. Die erste Runde der Ausschreibung verlief leider ergebnislos, sodass wir im Januar die Stelle erneut ausschreiben mussten.
Und doch haben wir inzwischen offenbar Übung darin gewonnen, das Schiff, das sich Gemeinde nennt, auf Kurs zu halten. Das zeigte sich eindrücklich in den Abkündigungen eines Gottesdienstes: Männerkreis, Bastelkreis, Seniorentreff, ein Gebetsabend in der FeG, eine Taizé-Andacht, ein Gottesdienst mit Abendmahl im St.-Antonius-Haus sowie ein gemeinsamer Gottesdienst mit der FeG Hoerstgen, musikalisch gestaltet vom Chor der FeG, unserem Posaunenchor und unserer Kirchenmusikerin.
Auch Pfarrer Hartmann aus Lintfort nahm dies anerkennend wahr: „Dafür, dass ihr gerade keinen eigenen Pfarrer habt, ist aber viel los bei euch!“
Dieses Empfinden teilten wir auch beim Quartalsmitarbeitertreffen. Besonders wertvoll erschienen uns der Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst, das Weckmänneressen der Generationen, der Gemeindeausflug, das Erntedankfest, die Christmette sowie die gemeinsamen Gottesdienste in der Region, insbesondere mit der Kirchengemeinde Lintfort. Vieles davon möchten wir gern beibehalten und wiederholen.
Gleichzeitig entstanden neue Ideen und Visionen, nicht zuletzt auch der Wunsch nach einem Gemeindefest in diesem Jahr. Dabei wurde auch deutlich, wie sehr wir uns wünschen, die „Mannschaft“ unseres Gemeindeschiffes wieder zu vervollständigen und zu erweitern. Vielleicht finden sich – neben einer neuen Pfarrerin oder einem neuen Pfarrer – auch Menschen, die Freude an Archivarbeit, Öffentlichkeitsarbeit oder an der Mitarbeit am Gemeindeboten haben.
Wir wissen nicht immer, welchen Weg unsere Reise nehmen wird oder wann unsere Pfarrstelle neu besetzt sein wird. Aber wir wissen, dass wir nicht allein unterwegs sind:


„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt,
fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Und wenn uns Einsamkeit bedroht, wenn Angst uns überfällt:
Viel Freunde sind mit unterwegs, auf gleichen Kurs gestellt.
Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein.
So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein.“

(EG 604,5)

Unsere Kirchengemeinde befindet sich während der Vakanz in einer spannenden und zugleich herausfordernden Phase der Entwicklung. Besonders bewegt uns dabei der Prozess der Wiederbesetzung unserer Pfarrstelle.
Mitte September wurde die Stelle im Amtsblatt der Evangelischen Kirche im Rheinland veröffentlicht – der Prozess ist im Gange.
Über den aktuellen Stand der Pfarrwahl wurde in der Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag berichtet – also nach Redaktionsschluss dieses Gemeindeboten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung können wir daher noch keine neuen Informationen mitteilen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich der Weg zur Neubesetzung unserer Pfarrstelle weiter gut entwickelt und wir in absehbarer Zeit mehr berichten können.
Eine Zeit der Herausforderungen – und des Miteinanders
Die aktuelle Vakanz bringt einige organisatorische Veränderungen mit sich. Uns ist wichtig, dass alle wissen, wer in dieser Zeit erreichbar ist und wie.
Dafür wurde ein neues Gemeindebüro im Gemeindehaus Hoerstgen, Dorfstraße 7, eingerichtet.
Bis zum Erscheinen dieses Gemeindeboten wird es dort (hoffentlich) einen neuen Telefonanschluss geben – weiterhin unter der bekannten Nummer 02842 / 4551. Über den Anrufbeantworter werden Informationen zu Erreichbarkeiten und Ansprechpartnern bereitgestellt.
Ganz sicher schon aktiv ist die neue E-Mail-Adresse: hoerstgen@ekir.de
Eingehende Mails werden zuverlässig abgerufen, und Sie erhalten selbstverständlich eine Rückmeldung von uns.
Herzlicher Dank für Unterstützung und Begleitung
Ein ganz herzlicher Dank gilt den Pfarrerinnen und Pfarrern der Region 6 unseres Kirchenkreises Moers: Pfarrer Michael Hammes, Pfarrer Frank Hartmann, Pfarrer Frank Rusch, Pfarrer Stefan Vogt und Pfarrerin Juliane Kollmann-Rusch.
Sie übernehmen während der Vakanz die Gottesdienste sowie die Kasualdienste – insbesondere Beerdigungen, aber auch Taufen und Konfirmandenunterricht.
Dank gilt ebenso Heike Jansen, der Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort, sowie Renate Rusch aus dem Verwaltungsamt in Moers für ihre Unterstützung und Begleitung in dieser Zeit.
Gottesdienste in der Vakanz
Dank der Hilfe unserer Lintforter Pfarrer können auch in der Zeit ohne feste Pfarrperson regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Ein Gottesdienstplan für Dezember bis Februar ist in diesem Gemeindeboten abgedruckt.
Besonders in der Weihnachtszeit ist das keine Selbstverständlichkeit – umso dankbarer sind wir, dass auch in diesem Jahr an Heiligabend wieder drei Gottesdienste gefeiert werden können: 15 Uhr Familiengottesdienst im Gemeindezentrum Rheurdt, 17 Uhr Christvesper in der Dorfkirche Hoerstgen, 23 Uhr Christmette in der Dorfkirche Hoerstgen
Darüber hinaus feiern wir wieder gemeinsame Gottesdienste mit der Kirchengemeinde Lintfort – mal in unseren Kirchen, mal in der Christuskirche oder Kreuzkirche in Lintfort.
Sollte unsere Pfarrstelle noch vor Ende Februar neu besetzt werden, wird die neue Pfarrerin oder der neue Pfarrer selbstverständlich die Gottesdienste übernehmen. Aktuelle Informationen dazu finden Sie dann in unseren Schaukästen und hier auf unserer Website www.kirche-hoerstgen.de

Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte und zukunftsorientierte Pfarrperson oder ein Pfarrehepaar (m/w/d) mit einem Dienstumfang von 100 Prozent zur Wiederbesetzung.

Das Besondere an dieser Pfarrstelle:
Die Kirchengemeinde Hoerstgen stellt einen 75-Prozent- Anteil, die Kirchengemeinde Lintfort einen Anteil von 25 Prozent. Beide Gemeinden bilden den „Kooperationsraum Nord“ in der Region 6 unseres Kirchenkreises Moers.
Unsere Kirchengemeinde Hoerstgen umfasst ca. 2500 Gemeindemitglieder, die der Kirchengemeinde Lintfort ca. 7600 Gemeindemitglieder. In unserem Zentrum stehen die Gottesdienste in Kirche, Schule und Altenheim sowie der Konfirmandenunterricht. Darüber hinaus gibt es viele eigenständige Gemeindegruppen wie Seniorenkreise, Frauen- und Männerkreise,
unsere Bücherei und Kindergruppen. Kinderbibeltage und der „Konfi-Kids“-Unterricht werden ebenfalls eigenständig von ehrenamtlich Mitarbeitenden gestaltet. Unsere musikalischen Angebote werden durch unsere B-Kirchenmusikerin geleitet und gestaltet. Zusätzlich leitet ein Prädikant regelmäßig eigene Gottesdienste.
Unsere Gemeinde im ländlichen Raum zeichnet sich durch ein dynamisches Presbyterium aus, das Mut zu Veränderungen zeigt und offen für Neues ist. Zugleich wissen wir das Gute zu bewahren, das unsere Gemeinde geprägt hat. Auf der Grundlage der frohen Botschaft von Jesus Christus gestalten wir ein lebendiges, von Glauben getragenes Miteinander. Wir sind eine Kirchengemeinde mit reformierten Wurzeln, die eine lebensnahe und pragmatische Gemeindearbeit umsetzt.
Wir sind verantwortlich für drei Predigtstellen und leben von der Vielfalt unserer Gemeindemitglieder. Offenheit, Flexibilität und Toleranz prägen unser Miteinander. Wir legen großen Wert auf Austausch und gemeinsames Gestalten. Unser Ziel ist es, eine Gemeinde zu sein, die am Menschen orientiert ist, Verantwortung übernimmt und sich stetig weiterentwickelt.

Was wir suchen:
eine Pfarrperson/ein Pfarrehepaar (m/w/d) mit Herz für die Gemeindearbeit und Freude an Gemeinschaft und Austausch, Bereitschaft, gemeinsam bestehende Konzeptionen zu hinterfragen, Bewährtes zu bewahren und neue Wege zu gehen, Verantwortungsbewusstsein und Mut zu Veränderungen.

Was wir bieten:
eine lebendige, lebensnahe Gemeinde mit großem Potenzial, ein motiviertes Presbyterium und engagierte Mitarbeitende, die Möglichkeit, aktiv die Zukunft unserer Gemeinde mitzugestalten, arbeiten nach dem Zeitmodell A „Zeit fürs Wesentliche“, Zusammenarbeit nach Vereinbarung zwischen den Kirchengemeinden Hoerstgen und Lintfort, mit enger Kooperation im Pfarrteam der Kirchengemeinde Lintfort.
Wenn Sie Freude daran haben, mit Herz, Verstand und Glauben die Zukunft einer lebendigen Gemeinde zu gestalten, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Auf Wunsch sind wir bei der Wohnungssuche in Hoerstgen und Umgebung behilflich; auch das Pfarrhaus steht zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie – gemeinsam gestalten wir eine lebendige Zukunft! Mit Ihrer Bewerbung stimmen Sie der Weitergabe Ihrer Bewerbungsunterlagen an das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Lintfort zu. Mitglieder des Leitungsorgans der Ev. Kirchengemeinde Lintfort werden zu den Bewerbungsgesprächen beratend hinzugezogen.

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Nadja Hübinger
(Stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums in Hoerstgen, Handy 0172 6870681, E-Mail nhuebinger@gmx.de),
Lutz Zemke
(Vorsitzender des Presbyteriums in Lintfort, Handy 0157 30653636, E-Mail lutz.zemke@ekir.de).

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit dem Nachweis der Wahlfähigkeit nach § 2 Absatz 1 PStG innerhalb von drei Wochen nach Erscheinen des Amtsblattes an das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen über den Superintendenten Pfarrer Wolfram Syben, Mühlenstra.e 20, 47441 Moers, oder per E-Mail: superintendentur.moers@ekir.de.

Entlastung schaffen und Gottesdienste sichern


Auf der letzten Gemeindeversammlung, die wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort veranstaltet haben, wurde unser neuer Gottesdienstplan vorgestellt. Ziel ist es, die Pfarrpersonen zu entlasten und gleichzeitig weiterhin ein verlässliches Gottesdienstangebot für unsere Gemeinde zu ermöglichen.
Denn eines ist klar: Die Aufgaben der Pfarrerinnen und Pfarrer – wie Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Gruppen und Kreise, Beerdigungen und Seelsorge – bleiben im Wesentlichen bestehen. Gleichzeitig wird die verfügbare Arbeitszeit durch sinkende Gemeindegliederzahlen und damit schrumpfende Pfarrstellenanteile immer knapper. In vielen Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland hat das bereits zu Überlastung und Burnout geführt.


(Wussten Sie, dass für einen gut vorbereiteten Gottesdienst mit vollständiger Liturgie und Predigt neben den 1,5 Stunden Durchführung zusätzlich noch 8 Stunden Vorbereitung eingeplant sind? Das ist kein theoretischer Wert, sondern gelebte Realität – Exegese des Predigttextes, das Schreiben der Predigt, liturgische Planung und musikalische Abstimmung brauchen Zeit und Sorgfalt.)


Ein zentraler Gedanke des neuen Plans ist daher die engere Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Lintfort. Wenn eine Pfarrperson denselben Gottesdienst in zwei Gemeinden feiern kann, lässt sich wertvolle Vorbereitungszeit einsparen – bis zu 4 Stunden pro Gottesdienst!
Doch wie lässt sich das praktisch umsetzen? Schließlich kann eine Pfarrerin oder ein Pfarrer nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.
Die Lösung: Zusätzlich zum Gottesdienst um 10:00 Uhr wird es künftig Abendgottesdienste geben. So kann eine Predigt zweimal gehalten werden – an unterschiedlichen Orten und Zeiten. Jede:r Gottesdienstbesucher:in kann selbst entscheiden: Möchte ich um 10:00 Uhr ggf. in der Nachbargemeinde oder lieber am Abend in der eigenen Gemeinde teilnehmen?
Für unsere Kirchengemeinde haben wir uns auf Samstagabend, 17:00 Uhr geeinigt. Die Kirchengemeinde Lintfort wird ihre Abendgottesdienste sonntags um 18:00 Uhr feiern.
Zusätzlich möchten wir bestimmte Gottesdienste zu besonderen Feiertagen gemeinsam feiern, zum Beispiel: Reformationstag, Buß- und Bettag, Weihnachtsfeiertage, Altjahresabend.


Und was ist während der Vakanz?


Nach dem Weggang von Pfarrerin Dorothee Neubert (3. Pfarrstelle Kirchengemeinde Lintfort) in einen anderen Kirchenkreis und der Pensionierung von Pfarrer Stefan Maser wird unsere Pfarrstelle zunächst unbesetzt sein. Deshalb übernehmen während der Vakanz Pfarrer Michael Hammes und Pfarrer Frank Hartmann aus Lintfort, unterstützt von pensionierten Pfarrer:innen (Emeriti) und ehrenamtlichen Prädikant:innen, die Gottesdienste sowie Taufen, Trauungen und Beerdigungen.
Auf Grundlage des neuen Plans ist es uns gelungen, auch während der Vakanz nahezu alle Gottesdienste anzubieten – manchmal eben mit geänderten Zeiten oder an anderen Orten. Bitte informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Änderungen in unserem Gemeindebrief, auf der Homepage oder in den Aushangkästen an unseren Kirchen.
Niemand soll außen vor bleiben!
Uns ist wichtig: Niemand soll wegen der Entfernung oder fehlender Beförderungsmöglichkeiten auf einen Gottesdienst verzichten müssen! Bitte sprechen Sie uns (das Presbyterium) an – wir finden gemeinsam eine Lösung, wie Sie zu dem Gottesdienst kommen, den Sie besuchen möchten.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, Ihre Flexibilität und Ihre Unterstützung auf diesem Weg – damit Kirche vor Ort weiterhin lebendig bleibt!


Der neue Gottesdienstplan im Überblick

Regelmäßige Gottesdienste:

  • Samstag vor dem 1. Sonntag im Monat – 17:00 Uhr, Kirche Rheurdt mit Abendmahl
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Hoerstgen mit Abendmahl / Parallel: Kirche mit Kindern in Rheurdt (ehrenamtliches Team)
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Sevelen mit Abendmahl
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Hoerstgen / Parallel: Kindergottesdienst (ehrenamtliches Team)
  • Sonntag im Monat (wenn vorhanden) – 10:00 Uhr, Kirche Sevelen
    Altenheimgottesdienste im St. Antoniushaus Sevelen:
  • Dienstag im Monat – Gottesdienst mit Abendmahl
  • Dienstag im Monat – Sing- und Leseandacht (ehrenamtliches Team)

Erinnern Sie sich noch an den Artikel im letzten Gemeindeboten mit dem Titel „Veränderung gehört zum Leben“? Darin haben wir ausführlich über unseren Weg hin zu einer pfarramtlichen Verbindung mit der Kirchengemeinde Lintfort berichtet. Viele Gespräche hatten stattgefunden, alle regionalen und kirchenkreislichen Beschlüsse zur neuen Pfarrstellenkonzeption waren gefasst – wir waren auf dem Endspurt. Bald sollte es konkret werden.
Doch dann kam alles anders…
Genau an dem Tag, als der letzte Gemeindebote verteilt wurde, erreichte uns die Nachricht:
Pfarrerin Dorothee Neubert, bisher auf der 3. Pfarrstelle in Lintfort tätig, wird sich beruflich neu orientieren. Ab September 2025 wird sie ihren Dienst im Kirchenkreis Kleve aufnehmen.
An dieser Stelle danken wir Pfarrerin Neubert herzlich für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren – sei es durch Gottesdienste, Beerdigungen oder in anderen Bereichen. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr Gottes reichen Segen!
Die ursprünglich geplante pfarramtliche Verbindung zwischen Hoerstgen und Lintfort sollte sicherstellen, dass eine Pfarrperson aus Lintfort auch unserem Presbyterium angehört und zu dessen Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender gewählt werden kann.


Doch mit dem Weggang von Pfarrerin Neubert wurde klar:
In Lintfort verbleiben auch nur noch zwei Pfarrer. – Das „größere Loch“ entsteht aber in Hoerstgen. Und hier braucht es nun eine neue Pfarrperson.
Heißt das nun: all die Planungen der letzten Monate waren umsonst?
Ganz klar: Nein!
Im Gegenteil: Die intensive Auseinandersetzung im Presbyterium mit unserer Gemeindesituation – insbesondere mit Blick auf die Rolle eines Pfarrers oder einer Pfarrerin, das Thema „Zeit fürs Wesentliche“ und die Zukunftsperspektiven unserer Gemeinde – haben uns gut vorbereitet. So konnten wir gedanklich zügig umschwenken: Statt einer pfarramtlichen Verbindung soll die Pfarrstelle Hoerstgen nun mit 100 % neu ausgeschrieben werden, wobei 25 % der Dienstzeit in Lintfort erbracht werden soll.

Der Antrag unserer Gemeinde auf Freigabe der Pfarrstelle zur Wiederbesetzung wurde vom Kreissynodalvorstand ausdrücklich befürwortet. Und inzwischen hat auch die Landeskirche die Stelle zur Ausschreibung im rheinlandweiten „Kirchlichen Amtsblatt“ freigeben. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unserem Superintendenten, Wolfram Syben, den beteiligten Presbyterien der Region 6 sowie den Pfarrern aus Lintfort für ihre Unterstützung, Geduld und Mitwirkung in dieser herausfordernden Phase.
Viele Wege wurden überlegt – und der nun eingeschlagene ist tragfähig und zukunftsorientiert.

Wie sich wohl alles weiter entwickelt? Das erfahren wir spätestens auf unserer Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag (Mittwoch, 19.11.2025).
Nach über zwei Jahrzehnten in der Jugendhilfe habe ich gelernt: Es ist wichtig, Pläne zu haben – durchdacht, abgestimmt, wohlüberlegt. Doch es ist genauso wichtig, bereit zu sein, sie über Bord zu werfen, wenn sich die Lage verändert.
Dabei bin ich nach wie vor überzeugt: Egal, was vor uns liegt – Ja, durch Gottes Hilfe!

Diakon Holger Koopmann

Veränderungen stehen bevor! In der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen (Hoerstgen+Rheurdt+Sevelen) und der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort hat eine gemeinsame „Steuerungsgruppe“ die Arbeit an den offenen Fragen und Gestaltungsaufgaben begonnen. Und es gibt schon die ersten Annäherungen für die Zukunft.

Stefan Maser, Pastor in Hoerstgen, wird zum 1. Oktober 2025 nach 28 Jahren am Ort die Pfarrstelle der Gemeinde verlassen und nach 40 Dienstjahren in Pension gehen. Wie geht es dann weiter mit dem Pfarrdienst in Hoerstgen, Rheurdt und Sevelen?
Für die fünf Jahre 2026 bis 2030 sind für die Gemeinden Hoerstgen und Lintfort zusammen drei Pfarrstellen möglich und vorgesehen. Dieses „Soll“ wird mit Stefan Masers Pensionierung erreicht. Dann muss das derzeitige Pfarrteam in Lintfort, eine Pfarrerin und zwei Pfarrer, pfarramtliche Aufgaben in Hoerstgen übernehmen. Denn drei Pfarrstellen für Lintfort alleine sind auf Dauer nicht mehr möglich.
Unsere Aufgabe in der „Steuerungsgruppe“ ist es daher, eine Vereinbarung über die Versorgung der Gemeinde Hoerstgen durch „Pfarrpersonal“ aus Lintfort, bis zum Sommer beschlussreif für die beiden Presbyterien zu erarbeiten.
Eine Sache brauchen wir sogar noch früher: ein gemeinsam verantwortetes Angebot für die Jugendlichen unserer Gemeinden, die sich auf ihre Konfirmation im Frühjahr 2026 vorbereiten möchten. Denn dafür ist im Frühsommer schon Anmeldezeit.
Nach dem Kirchenrecht ist der erste Schritt auf diesem Weg die „pfarramtliche Verbindung“ der beiden Gemeinden.

Bei einer pfarramtlichen Verbindung werden zwei, höchstens drei Kirchengemeinden durch eine in einer der beteiligten Kirchengemeinden eingerichteten Pfarrstelle versorgt. (. . .) Die betreffende Pfarrstelleninhaberin bzw. der Pfarrstelleninhaber ist Mitglied in allen beteiligten Presbyterien.

(Durchführungsgesetz zum Pfarrstellengesetz §2 Abs. 2)

„Hoerstgen“ wüsste dann, welcher Pfarrer oder welche Pfarrerin Ansprechpartner für die Gemeinde ist, im örtlichen Presbyterium mitarbeitet und auch für den Vorsitz oder stellvertretenden Vorsitz gewählt werden kann, wie es die Kirchenordnung vorsieht.
Im Lintforter Pfarrteam wird schon überlegt, wie diese Aufgabe in einem Gesamtkonzept pfarramtlicher Dienste für beide Gemeinden organisiert werden kann. Dies soll möglich bis März geklärt und der „Steuerungsgruppe“ mitgeteilt werden.
Alle diese Entscheidungen sind Sache der Gemeindeleitungen, der Presbyterien. Für den 20. Februar ist eine gemeinsame Presbyteriumssitzung beider Gemeinden vorgesehen. Und die „Steuerungsgruppe“ will sich bis zu den Sommerferien fünfmal zur Arbeit treffen.

Auch ein gemeinsamer Freiluftgottesdienst am Himmelfahrtstag und eine gemeinsame Gemeindeversammlung am 15. Juni sind geplant. Wir berichten weiter über diesem spannenden Weg, zum Beispiel im Lintforter „Blickpunkt“ und im Hoerstgener „Gemeindebote“!
Und für den gesamten Annäherungsprozess ist die neue Jahreslosung doch eine gute Richtschnur: „Prüfet alles und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonicher 5,21)

Pastor Stefan Maser, Presbyteriumsvorsitzender
(nach dem Bericht von Lutz Zemke, Presybyteriumsvorsitzender in Lintfort, im dortigen „Blickpunkt“)

„Kriegskinder“, der Vater tot oder schon lange fort, nur mit der Mutter unterwegs oder sogar von beiden Eltern getrennt, das Zuhause vielleicht kaputt. Und oft schon lange auf der Flucht und mit ganz wenig eigenen Sachen in der Fremde sein. Vom Schicksal der „Kriegskinder“ haben uns früher die Älteren in der Familie oder in der Gemeinde erzählt.
Jetzt gibt es wieder Kriegskinder, auch bei uns in Europa. Wir wollen sie unterstützen, mit der ersten Sammlung in all unseren Gottesdiensten, auf jeden Fall bis Ende Mai.
Die evangelisch-reformierte Kirche in der westlichen Ukraine hilft Kindern in Ein-Eltern-Familien und Familien mit Kindern mit einer Behinderung in ihrer Gegend. Die meisten sind Flüchtlinge im eigenen Land und schon länger von zu Hause fort. Aber die Kinder sollen alles bekommen, was zum Leben und zum Schulbesuch nötig ist. Denn Europas neue Kriegskinder dürfen keine „verlorene Generation“ werden.
Mit der evangelischen Kirche der westlichen Ukraine sind wir durch das Gustav-Adolf-Werk verbunden. Gut, dass wir „Gustav“ haben! Denn „Gustav“ hilft uns helfen. Wie wär’s: Wir nehmen in den nächsten Monaten immer ein paar Münzen oder Scheine mehr mit in den Gottesdienst!

GAW Zweiggruppe Moers
DE67 3506 0190 1013 4834 14, KD-Bank Dortmund
„Kriegskinder Ukraine“

Eine Sämaschine für die Reformierte Kirche in der Karpato-Ukraine

Unsere Partnerkirche, die Reformierte Kirche in der Karpato-Ukraine, verfügt über ca. 180 Hektar Ackerflächen, die die zum Teil ungenutzt blieben, weil Arbeitskräfte und moderne Maschinen fehlten.
Durch den russischen Angriffskrieg haben u. a. massive Preissteigerungen zur Verschärfung der Versorgungslage der Menschen geführt. Ein Zeichen der Hoffnung sollte her. So hatte der dortige Bischof Sandor Zan Fabian die Idee, diese Ackerflächen gerade jetzt in Kriegszeiten wieder zu bestellen und so ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Die gewonnenen Lebensmittel sollen u.a. in der Bäckerei für die Armenspeisung des eigenen Diankoniewerks verwendet werden.
Im Frühjahr 2023 ließ das Gustav-Adolf-Werk (GAW) einen gebrauchten leistungsstarken Traktor beschaffen und ins Karpatenbecken liefern. Im Sommer 2023 konnten wir als Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche im Rheinland, des rheinischen GAW und des GAW der Evangelischen Kirche in Deutschland in Leipzig einen nagelneuen Pflug eines bekannten Herstellers vom Niederrhein zu einem sehr günstigen Preis kaufen, der im Herbst in Dienst genommen werden konnte.

Um diese wunderbare Hoffnungsgeschichte fortzuführen, benötigt unsere Partnerkirche jetzt noch eine geeignete Sämaschine. Wir werden versuchen, in einem Nachbarland der Ukraine ein gebrauchtes Gerät zu erwerben. Darum hier eine neue Spendenbitte. Wir brauchen die Hilfe vieler, um unsere Partner zu unterstützen: GAW Zweiggruppe Moers, DE67 3506 0190 1013 4834 14, KD-Bank, „Sämaschine Ukraine“
Mögen Traktor, Pflug und Sämaschine die Grundlage sein, die Böden zu bereiten, dass Getreide und andere Früchte wachsen und gedeihen und den Menschen im Karpatenbecken damit ein Stück Lebensgrundlage und Hoffnung geschenkt wird.

Thomas Kraft, Landeskirchenamt Düsseldorf
Stefan Maser, GAW Zweiggruppe Moers