Posaunenchor Hoerstgen 1952

… haben wir in diesem Winter in unseren Kirchen nicht anzubieten.
In der Hoerstgener Kirche wird die Grundbeheizung auf die für die Orgel nötigen 14 Grad abgesenkt. Auch in Rheurdt und Sevelen wird weniger stark geheizt werden als in anderen Jahren.

Mit einem kälteren Kirchenraum gab es in Hoerstgen zuletzt schon Erfahrungen. Die alte Warmluftheizung mit Ölfeuerung war mehrfach gestört und konnte auch nicht im ersten Anlauf repariert werden. Der geplante Umbau in eine Erdgasheizung war im Sommer, aus leicht verständlichen Gründen, abbestellt worden. Das Presbyterium erwartet einen Vorschlag für eine nachhaltige, ressourcenschonende und emissionsgünstige Heizungsanlage.

Das Foto zeigt den Hoerstgener Posaunenchor im Jahr 1952 am damaligen eisernen Ofen des Gemeindesaals.

In diesem Jahr beginnen die Adventsfenster schon am Freitag vor dem 1. Advent mit dem Hoerstgener Tannenbaumaufstellen.
In einem Adventsliedslied heißt es:

„Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen: Fürchtet euch nicht!
Gott hat euch lieb, groß und klein! Seht auf des Lichtes Schein!“

Überall auf dieser Welt werden Vorbereitungen für Weihnachten, das Geburtsfest von Jesus, getroffen. Viele überlegen, wie so ein Fest inmitten der Coronazeit, der Kriege und der persönlichen Unsicherheiten stattfinden kann. Vor 2000 Jahren war die Welt nicht friedlicher als heute, und die Sorgen vieler waren erdrückend. Damals erlebten Menschen den Zuspruch der Engel ganz persönlich:

„Fürchte dich nicht, siehe ich verkündige euch große Freude!“

Das Licht im erleuchteten Stall von Bethlehem wurde für Hirten und Dorfbewohner zum Ziel. Sie waren eingeladen, das Geschehene zu betrachten, sich gegenseitig auszutauschen und ihren Blick von sich selbst auf Jesus zu lenken..
Die Hoerstgener Adventsfenster sollen uns in den dunklen Tagen auf diese Weise ansprechen. Auch in diesem Jahr können wir uns auf beleuchtete, ideenreich gestaltete und zum Innehalten einladende Fenster und Orte freuen. Ab dem 25. November (Freitag vor dem 1. Advent) wird täglich ein neues Adventfenster beleuchtet. Jeder ist eingeladen, diese Orte zu erwandern – alleine oder gemeinsam mit anderen – zu schauen, zu träumen oder auch einfach, um zur Ruhe zu kommen.


Herzlichen Dank an alle, die sich in diesem Jahr die Mühe machen, uns mit ihren Fenstern zu erfreuen!

Conga Wessels und Annette Lubenow

Unsere Nachbarin, die katholische Pfarrgemeinde St. Martinus, hat am Pfarrhaus in Rheurdt und an den katholischen Kindergärten in Schaephuysen und Tönisberg „Fairteiler“ eingerichtet, Orte zum fairen Teilen von Lebensmitteln.
Zu diesen „Häuschen“ können alle Menschen Lebensmittel bringen – oder sie kostenlos von dort mitnehmen.
Die „Fairteiler“ sind für jeden und jede frei zugänglich. 
Ehrenamtliche „Foodsaver“, Lebensmittelretterinnen und -retter, der Initiative „Foodsharing (Essenteilen)“ pflegen die Verteilorte, halten sie sauber und bestücken sie mit Lebensmitteln, die sie „retten“ konnten. 
Die Initiative „Foodsharing“ gibt es bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter holen in über 8.700 Betrieben Lebensmittel ab, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft werden können.
Jedes Jahr wandern in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll, mehr als 200 kg pro Einwohnerin oder Einwohner. Etwa die Hälfte davon kann leicht und direkt für andere Menschen nutzbar gemacht werden. Lebensmittelverschwendung ist eines der unnötigsten und unanständigsten Probleme unserer Gesellschaft!

Anders sein möchten sicher viele Menschen. Entspannter, gelassener und einfach mit sich im Reinen wie das lebensweise kleine Einhorn, das ganz selbstverständlich mit den Fledermäusen „abhängt“ – und wie hoffentlich auch sein kleiner Träger.
Viele erwarten auch von Christinnen und Christen, dass sie irgendwie „anders“ sind und leben. Klar, die haben ja schließlich die Zehn Gebote! Das klingt natürlich nicht sofort verlockend. Immerhin fangen acht der zehn mit „Du sollst nicht“ an. Ist Christsein vielleicht doch eine Kombination von allem, was verboten ist? Und alles, was Spaß macht, ist bestimmt dabei?
Auf diese Fragen gibt es eine alte, aber ziemlich geniale Antwort. Anderssein der Christinnen und Christen entsteht nicht aus einer Liste von Pflichten und Verboten, sondern aus – Dankbarkeit! Und auch nicht aus pflichtgemäßer Dankbarkeit. Wie der Dankbrief an die alte Tante für ein gar nicht so sehr passendes Geburtstagsgeschenk. Oder das bittere „Aber man muss ja dankbar sein …“ im Krankenhaus, obwohl eigentlich gerade Angst, Wut und Verzweiflung viel stärker sind.
Der Heidelberger Katechismus, entspannte 510 Jahre alt, packt jedenfalls die ganze Frage nach dem „anderen“ Leben der Christinnen und Christen unter die Überschrift „Von der Dankbarkeit“ – und die Zehn Gebote gleich mit.
Die beiden Verfasser mussten damals noch mit einer anderen schlauen Frage umgehen: Warum überhaupt anders leben, warum noch gute Werke, wenn Gott doch in Christus Leben und Seligkeit schon geschenkt hat?
Antwort: aus Dankbarkeit! Und die, nach biblischem Vorbild, echt und lebendig, so etwa wie frisch verliebt:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103, 2)
Das ist alles andere als ein erdrückendes „Gottesbild“ und keine saure Pflicht. Von diesem Christsein muss keine befreit werden und keiner auf die Couch der Psychiaterin.
„Herzliche Freude in Gott durch Jesus Christus haben und Lust und Liebe, nach dem Willen Gottes in allen guten Werken zu leben.“ Freude, Lust und Liebe! Steht da wirklich (Heidelberger Katechismus Frage 90).
Und dann kommen die Zehn Gebote dran. Aber nicht als „Spaßbremse“, zum Beispiel damit Lust und Liebe nicht übertrieben werden. Sondern als konkrete Freiheit zum Anderssein. Warum?
Wenn irgendwo „anders leben“ oder „gut sein“ erwartet wird, dann hat der oder die, die da sprechen, meistens schon eine klare Meinung, was „in Zeiten wie diesen“ christlich, gut und vernünftig ist. Nämlich seine oder ihre eigenen Forderungen! So höre und lese ich es jeden Tag.
Nein, nein, so nicht! Sondern „aus wahrem Glauben nach dem Gesetz Gottes ihm zur Ehre“. Und nicht „auf unser Gutdünken oder auf Menschengebote gegründet“!
Und Gottes Gebote sind bekannt: Als erstes, keine anderen Götter zu „haben“.
Damit ist nicht die Debatte gemeint, wie viele Götter es „gibt“ oder wie das mit den anderen Weltreligionen ist.
Praktisch gibt es sehr viele Mächte und Gewalten, die geliebt, gefürchtet und geehrt werden, weil von ihnen alles Gute, erfülltes Leben und Anerkennung erwartet werden.
Das fängt mit der Pullovermarke an, die eine Grundschülerin haben „muss“, um sich zwischen die Gleichaltrigen zu trauen. Und es hört da noch lange nicht auf. Mit lebens- und schöpfungsverwüstenden Folgen.
Gleich im ersten Gebot steht das Befreiungsprogramm: den Gott und Vater Jesu „recht erkennen, ihm allein vertrauen und in aller Demut und Geduld von ihm allein alles Gute erwarten.“(Frage 94) – Liebe und Freiheit eben.
Und dann kommt schon bald die „zweite Tafel“: „was wir unserem Nächsten schuldig sind“. Aber eben auch mit Freude, Lust und Liebe!
Und da darf man auch mal konkret nach den Früchten fragen, die da wachsen und die andere Menschen ernten können.
Das war nämlich der nicht so ganz ungefährliche Gedanke der beiden Verfasser, wie man vielleicht eigenen und fremden Glauben erkennen kann: am Entstehen neuer Dankbarkeit und neuen Gotteslobs (Frage 86).
Anders sein und leben, irgendwie weiser. Und das nicht nur wie ein kleines pummliges, aber zufriedenes Einhorn?
Ich wünsche es mir und uns allen zum anders- und neue-Menschen-Sein:
„Herzliche Freude in Gott durch Christus und Lust und Liebe, nach dem Willen Gottes in allen guten Werken zu leben!“ (Frage 90)

Mit den beiden damals blutjungen Verfassern des Heidelberger Katechismus,
Zacharias Ursinus und Caspar Olevian, und den übrigen Mitarbeitenden der Gemeinde grüßt herzlich Ihr und euer

Pastor Stefan Maser


Mehr davon: Okko Herlyn, Was nützt es dir? Kleine Einführung in den Heidelberger Katechismus (Neukirchen 2013)


Ein Monatsspruch aus dem Buch Sirach? Gehört das denn zur Bibel?
Ja, es ist bereits in den alten griechischen und lateinischen Übersetzungen des Ersten Testaments enthalten. Luther hat es trotzdem als „Apokryphe“ aus dem Kreis der verbindlichen Schriften ausgeschlossen und einer Extragruppe zugewiesen, weil ihm das hebräische Original des Buches fehlte.
Später verschwanden diese „Alttestamentlichen Apokryphen“ dann aus vielen evangelischen Bibeldrucken.

Zehn Hilfetische standen lange Zeit im Gemeindesaal Hoerstgen bereit. Unsere Küsterinnen hatten sie mit allem bestückt, was Frauen, Kinder und Jugendliche brauchen,
die ohne Gepäck bei uns ankommen. Svitlana Hatilova hat dann fast jeden Tag Gäste zum Auswählen empfangen. Inzwischen sind die Sachen übergegangen in das viel größere
Hilfezentrum im Lutherhaus, Ebertstraße 57 (beim Markt), Kamp-Lintfort. Dieses Gemeindehaus mit Kirchenraum wird von der Nachbargemeinde für Gottesdienst,
Jugendarbeit, Gruppen und Gemeindebüro nicht mehr benötigt. Jetzt hat es die erste Nutzung ganz für die „Diakonie“, den Dienst am anderen Menschen, bekommen.
Geflüchtete Menschen und ihre Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen
-> Montag und Mittwoch von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10.00
bis 13.00 Uhr.


Im Gemeindehaus Sevelen, Rheurdter Straße 42, öffnet wieder regelmäßig das Café Welcome als Treffpunkt zum Beisammensein, Problemchen und Probleme Lösen und
Deutschlernen.
-> Jeden Donnerstag ab 15.30 Uhr.

Und die erste Kollekte in all unseren Gottesdiensten ist bis zum Ende des Kirchenjahres für die Diakonie der reformierten Kirche in der westlichen Ukraine bestimmt. Die kleine Kirche hat große Aufgaben an den unzähligen geflüchteten Menschen innerhalb des eigenen Landes.


Bei dem traurigen Anblick der Übel,
welche die Menschen sich untereinander selbst antun,
erheitert sich doch das Gemüt durch die Aussicht,
es könne künftig besser werden;
und zwar mit uneigennützigem Wohlwollen,
wenn wir längst im Grabe sein und die Früchte,
die wir zum Teil selbst gesät haben, nicht einernten werden.

Immanuel Kant(1724-1804), Zum ewigen Frieden (1795)

Fromme junge Leute, vor allem in den USA, tragen es als Abkürzung auf Armbändern oder auf der Brust: „WWJD? What would Jesus do, was würde Jesus tun?“
Wer das für die Friedensethik überlegt, kommt auf „Frieden schaffen ohne Waffen!“ oder den absoluten Gewaltverzicht. Und fordert damit im Hier und Jetzt, was nach der Bibel dem Kommen Gottes vorbehalten ist: wunderbarer, erlösender, die Vernunft verblüffender Friede.

Wir leben im Unfrieden, mit Bildern und Nachrichten aus einem mit größter Grausamkeit geführten Angriffskrieg und entsetzlichen Kriegsverbrechen gar nicht weit von uns. An unseren Orten oder sogar in unseren Häusern leben wir mit Menschen zusammen, die diesem Schrecken nur knapp entkommen sind, denen ihr ganzes bisheriges Leben gewaltsam genommen wurde und die in großer Angst sind und Sorge um Menschen, die noch dort sind.

Und dann kein Selbstverteidigungsrecht? Keine Unterstützung für ein gegen alles Recht angegriffenes und sich verzweifelt wehrendes Volk mit dem, was sie jetzt einfach brauchen? Friedensethische Prinzipienreiterei hilft da keinem weiter und steht der Sachlichkeit, der Hilfe, der Vernunft und sogar der Liebe im Weg.

Und sie vergisst, dass ich nicht Jesus bin! Zwischen Schöpfer und Geschöpf ist und bleibt ein großer Unterschied. Der Glaube, auch der an Jesus Christus, darf niemals die warme Jacke werden, die ich mir anziehe – und die, die draußen sind und bitterlich frieren, gehen mich danach nichts mehr an. Ohne die Wiederherstellung eines Mindestmaßes an Gerechtigkeit wird das noch nicht mal mit dem irdischen Menschenfrieden was werden. Und Gerechtigkeit wird im Krieg nicht ohne Gegengewalt und Widerstand.
Was würde Jesus tun? Dass ich bei alledem jemals einfach wie Jesus handeln werde, bleibt ein frommer Traum und ein großer Irrtum.

Darum gehört zum Glauben für Herz und Hand das Gebet: die Klage vor Gott, die unablässige Fürbitte für die Leidenden und vielleicht sogar der mit-leidende Hilfeschrei, dass Gott selbst den Tyrannen und Gewalttätern ein Ende machen möge. Wenigstens ihrer Tyrannei und ihrer Gewalt.

Und ich hätte auch einen Vorschlag für eine andere Abkürzung:
„WWJ S ? What would Jesus SAY, was würde Jesus SAGEN?“ Oder noch besser: Was HAT Jesus gesagt? Jesus ruft Menschen in seine Nachfolge. Aber sie werden dabei nicht seine Nachfolgerinnen und Nachfolger, die das weiter machen, was er getan hat. Sie werden nicht von ferne dasselbe, was er ist (außer, ganz geschenkweise, geliebte Kinder Gottes). Sondern sie bleiben Hörerinnen und Schüler ihres „obersten Propheten und Lehrers“ Jesus Christus, „der uns Gottes verborgenen Rat und Willen von unserer Erlösung vollkommen offenbart hat“ (Heid. Kat. Fr. 31).
Wirklich nicht zum selber Schaffen!

Und er gibt ihnen was zum Glauben, Hoffen und Lieben für ihr Herz und was zum Beten und Tun für gefaltete und anpackende Hände. Auch in diesem nun auch in unserer Weltgegend noch einmal so sehr und schrecklich anders gewordenen Jahr. Mit leidenden, verletzten, beraubten, verzweifelten, einfach „unter die Räuber gefallenen“ Menschen als Brüder und Schwestern.

Mit den anderen Mitarbeitenden der Gemeinde grüßt herzlich Ihr/Euer

Pfarrer Stefan Maser

Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schrecken find’t,/
so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sind/
mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber wohl bewusst,/
der an des Herzens Grunde/ ersiehet seine Lust.
Mein Herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/
ist voller Freud und Singen./ sieht lauter Sonnenschein./
Die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Herr Jesus Christ;/
das, was mich singen machet,/ ist, was im Himmel ist.

Paul Gerhardt – eg 351

Musikalischer Gottesdienst und Beisammensein in Kirche und Gemeindesaal Hoerstgen am Sonntag, 10. Juli 2022, ab 10.30 Uhr


Im Anschluss an den Gottesdienst mit viel Musik geht es im Gemeindesaal Dorfstraße 7 ab etwa 11.30 Uhr bei einem niederrheinischen Frühstück weiter. Musik, Lieder, Worte und Bilder sollen uns an ein gesegnetes Leben in Familie, Freundschaft, Beruf und Gemeinde erinnern.
Hierzu lädt Familie Ophardt die Gemeinde herzlich ein.

Kinderkarussel

Die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, eine ländliche Gemeinde an drei Orten am Niederrhein,  sucht zum 1. August 2022

eine Erzieherin oder einen anderen Menschen mit abgeschlossener pädagogischer Ausbildung 

als JUGENDLEITER*IN

(zurzeit 19,25 Arbeitsstunden/ Woche –  halbe Stelle) 


für ihre gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit.Je nach den vereinbarten Aufgaben besteht eventuell Aussicht auf „Aufstockung“ der Stelle.

Auskunft und Bewerbung bei Stefan Maser, Vors. d. Presbyteriums, Dorfstraße 9, 47475 Kamp-Lintfort, 02842-4551, stefan.maser@kirche-hoerstgen.de

…all das planen, ankündigen und auch durchführen, was uns in so vielen Jahren einfach selbstverständlich war!
Trotz der noch immer bestehenden Einschränkungen haben wir einiges in Vorbereitung und hoffen, dass es stattfinden kann und uns allen gut tut.


Die GemeindeFERIENfreizeit für Ältere aus unserer Gemeinde und der Nachbarschaft ist für Montag, 20.6., bis Donnerstag, 30.6., in der beliebten und bewährten Hotelpension Schwanensee in Horn –  Bad Meinberg geplant. Helga Wessels und Hella Hermann aus Hoerstgen haben wieder Planung und Leitung übernommen. Der Teilnahmepreis für Fahrt, Unterkunft in Einzel- oder Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/ WC, Vollpension und Gruppenprogramm mit zwei Ausflügen beträgt voraussichtlich 700 Euro (Ermäßigung bei geringem Einkommen möglich). Auskunft und Anmeldung bei Helga Wessels, Seniorentreffen Hoerstgen, 02842-42842. 


Das Kletterwäldchen, bisher eine Einrichtung des Kirchenkreises Moers auf unserem Grundstück beim Gemeindezentrum und Jugendpavillon Rheurdt, wird hoffentlich rechtzeitig zur warmen Jahreszeit mit Beteiligung eines neuen Trägers wieder öffnen und Gruppen, Teams, Schulklassen, Familien und den Kindern und Jugendlichen unserer Familien für einen „Erlebnisnachmittag“ zur Verfügung stehen.


Unsere Jugendleiterinnenstelle in der Gemeinde hoffen wir zum August 2022 neu zu besetzen. Presbyterium und Jugendausschuss prüfen zurzeit die Möglichkeiten zur Finanzierung einer ganzen oder nahezu ganzen Stelle. Jugendleiterinnen mit Fachschulausbildung werden bei der Kirche nicht besonders gut bezahlt. Und auch junge Mitarbeiter*innen, die sich meistens sehr stark einsetzen, sollen von ihrer Arbeit leben können. Im nächsten „Gemeindeboten“ wird die neue Ausschreibung erscheinen.
Immer noch lohnt es, den Gottesdienstplan sorgfältig zu lesen und bis zum Ende seiner „Laufzeit“ aufzubewahren. Während der Schulferien wird ganz überwiegend nur ein Gottesdienst im gesamten Gemeindebereich stattfinden, an wechselnden Orten, aber zur einheitlichen Zeit 10.30 Uhr. 
Und wenn sich wieder etwas ändert, ausfallen muss oder zusätzlich „geht“, geben wir es in den Gottesdiensten, den Schaukästen, den kommunalen Mitteilungsblättern und auf unserer Gemeindewebseite bekannt.

Maria von Magdala kam zu den Jüngern
und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen.
Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

Johannes 20, 18 – Monatsspruch für den April

Christsein besteht nicht zuerst in Vorschriften und Regeln. Oder in „Werten“ und einem „christlichen Menschenbild“. Sondern es beginnt mit dem Osterglauben.
Und an dessen Anfang steht, was Maria aus Magdala, wegen ihrer Heimatstadt am See Genezareth auch Maria Magdalena genannt, am Ostermorgen zu berichten hatte.
Sie war eine Jüngerin Jesu, nach Lukas 8 von Jesus von schwerer Krankheit geheilt, und eine der Frauen, die mit ihrem Vermögen für den Unterhalt Jesu und der Jünger*innengruppe sorgten. Anders als die Männer der Gruppe hatte sie Jesus nicht verlassen und war nach seiner Verhaftung nicht geflohen. So wird sie mit einigen anderen Frauen Zeugin seiner Hinrichtung. Und am Ostermorgen, als sie als „Angehörige“ zum Grab geht, Zeugin, dass er lebt. Die anderen Jünger erfahren es von ihr. Sie ist die „Apostelin der Apostel“. Ohne Maria Magdalena kein Osterglaube!
Maria Magdalena hat viele Phantasien auf sich gezogen. Religiöse, die uns in Apokryphen begegnen, frühen christlichen Schriften, die nicht ins Neue Testament gekommen sind (die meisten aus gutem Grund). Sie ist die „Sophia“, die Weisheit Gottes, von Beginn der Schöpfung dabei und seinem „Wort“ Jesus Christus fast gleich! Jesus wird sie wegen ihrer besonderen Bedeutung noch in einen Mann verwandeln!
Und ganz durchschnittliche (Männer-) Phantasien. Maria Magdalena war die Frau von Jesus! (Nein, Jesus war, auch nach den Ergebnissen kritischster historischer Forschung, nicht verheiratet.)
Wenn das nicht, dann doch wenigstens eine große Versuchung für ihn! Denn sie war doch sicher die „große Sünderin mit der vielen Liebe“, die mit den langen Haaren und dem exzentrischen Verhalten, von der im Lukasevangelium ein Kapitel vorher erzählt wird. (Eine völlig unbegründete Gleichsetzung. Aber von der kommt auch, wie Maria Magdalena jahrhundertelang gemalt wurde, ihre „Ikonographie“.)
Und viel Liebe und Sünde, das muss doch was Sexuelles gewesen sein! (Aber „viel geliebt“ meint nicht die „vielen Sünden“ dieser Frau, sondern es ist Jesu Wort für ihr „auffälliges“ Verhalten, als ihr vergeben war.)
Haben nicht auch die Rabbiner über Magdala erzählt, was da so alles abgeht? (Haben sie, aber über einen anderen Ort gleichen Namens.) Und davon besessen „mit sieben Dämonen“. Eijeijeijeijei!
Alles Phantasien. Männerphantasien. Und aus Phantasien erfährt man ja mehr über den, der sie hat und weiterverbreitet, als über den Menschen, dem sie angehängt werden. Aber diese Phantasien haben Geschichte gemacht, in Büchern, „Magdalenenheimen“ für „gefallene Mädchen“, Filmen und esoterischen Lehren.


Das alles war Maria Magdalena nicht. Eine treue Jüngerin Jesu war sie. Am Ostermorgen hat sie gehört, erfahren und geglaubt, dass ihr Herr lebt. Und das hat sie in Bewegung gesetzt zu den anderen und sie hat es weitergesagt.
Maria Magdalena war die erste Christin.
Und damit ein Vorbild auch für uns, Frauen und Männer.
Hören, erfahren, glauben, weitersagen. Und nicht zu vergessen: sich in Bewegung setzen lassen zu den anderen. Ohne dauernde Phantasien über die „vielen Sünden“ anderer Menschen.
In unserer Zeit des Bedenkens des Weges Jesu und zum Osterfest
grüßt mit den anderen Mitarbeitenden der Gemeinde Ihr und euer

Pastor Stefan Maser

Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn.
Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft,
wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft.

eg 406 – Konfirmationslied unserer Gemeinde

Lies doch mal nach!
über Maria Magdalena: Lukas 8, 1-3; Markus 15, 40-41; Johannes 20, 1-18 über die sogenannte „große Sünderin“ und ihre „verrückte“ große Liebe: Lukas 7, 36-50