Es warten immer noch mehr als 35 Jugendliche der Konfigruppen 2019/20 und 2020/21 auf ihre Konfirmation. Das Presbyterium hat nun in Absprache mit den Familien folgende Konfirmationsgottesdienste angesetzt:

Sonntag, 5. September
9.15 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Hoerstgen
11.00 Uhr   Konfirmationsgottesdienst in Sevelen

Sonntag, 12. September
10.30 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Rheurdt

Sonntag, 19. September
9.15 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Hoerstgen
11.00 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Rheurdt

Sonntag, 26. September
9.15 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Hoerstgen

Die vielen Gottesdienste ergeben sich aus der begrenzten Zahl der Sitzplätze, die wir in unseren Kirchen wahrscheinlich noch auf einige Zeit einhalten müssen. Darum wurden die Familien auch gebeten, zusätzlich kleine Gruppen für Konfirmationsgottesdienste zu anderen Zeiten zu bilden, z.B. am Samstag oder Sonntag in der Mittagsstunde (so wie jetzt zurzeit auch die Taufen stattfinden).
Konfirmationen „wie früher“, mit Einzug der Konfirmand*innen vom Pfarrhaus, Kirchenchor und Abendmahlsfeier mit allen Gästen, können wir in diesem Jahr leider nicht anbieten.
„Richtige Konfirmationen“ sind’s trotzdem. Denn bei der Konfirmation geht es ja schließlich um die Bestätigung von Gottes Zusagen an uns Menschen – und die Bekräftigung junger Menschen, dass sie auch als Große beim Glauben der Christ*innen und bei der Gemeinde Jesu bleiben wollen. Und das kann, auch in kleineren oder ganz kleinen Konfirmationsgottesdiensten geschehen!

Am 8. Juni wird die Evangelische Bücherei in Sevelen wieder für Sie öffnen. Bis voraussichtlich nach den Sommerferien wird die Bücherei dienstags von 16:00 bis 17:00 wieder geöffnet sein.
Wir bitten, Regeln  zu beachten wie Mund-Nasenschutz, Mindestabstände, Handdesinfektion und nur zwei Besucher*innen gleichzeitig in der Bücherei.

Die Aktion „Unsere Masche – Büchertasche“ gibt es weiterhin!

(Foto: Jörg Heil)

Kinderkarussel

Die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, eine ländliche Gemeinde an drei Orten am Niederrhein,  sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n neue*n Jugendleiter*in (zurzeit 28,39 WStd) für ihre gemeindebezogene und offene Kinder- und Jugendarbeit.

Aufgaben:

  • Durchführung von Angeboten in der Kinder- und Jugendarbeit
  • Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden
  • Betreuung der erlebnispädagogischen Angebote

Wir bieten

  • einen unbefristeten Arbeitsvertrag mindestens über 19,25 WStd
  • Aufstockung mit projektbezogenen Stellenanteilen, zurzeit auf 28,39 WStd
  • Vergütung nach BAT-KF mit Jahressonderzahlung und Kirchlicher Zusatzversorgung
  • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung
  • berufliche Perspektiven in der Region 

Wir erwarten

  • eine abgeschlossene Ausbildung im pädagogischen Bereich 
  • die Qualifikation zur Betreuung einer ERCA-Kletteranlage bzw. die Bereitschaft, diese zu erwerben
  • ausgeprägte soziale Kompetenzen und Führungskompetenzen
  • Flexibilität und Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Wochenendarbeit
  • Mobilität
  • Wünschenswert wäre Erfahrung in der evangelischen kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, inklusiver, generationenübergreifender und erlebnispädagogischer Arbeit.

Bewerbungen erbitten wir an das 

Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen,
Dorfstraße 9, 47475 Kamp-Lintfort
Pfarrer Stefan Maser, Presbyteriumsvorsitzender, stefan.maser@ekir.de .

Nähere Auskünfte gerne bei Pfarrer Stefan Maser 02842-4551 oder bei der 
Vorsitzenden des Jugendausschusses Nadja Hübinger 0172-6870681 

KURZE GOTTESDIENSTE AUS DER HOERSTGENER KIRCHE ZUM ANHÖREN UNTER  02842 – 9286587 UND HIER AUF DER WEBSITE:

ab 23. Mai zu Pfingsten

Pfingstgottesdienst 2021 zum Anhören

ab 2. Mai zu Kantate

Unser Gottesdienst zu Kantate 2021

ab 4. April zum Osterfest

Unser Ostergottesdienst für den 4. April 2021

ab 14. März zum Sonntag Lätare (Mitte der Passionszeit)

Unser Gottesdienst für den 14. März 2021

ab 21. Februar zum Sonntag Invokavit (Beginn der Passionszeit)

Online-Gottesdienst am 21. Februar 2021

zum Jahreswechsel ab dem Morgen des 31. Dezembers, anzuhören auch per Telefon unter 02842 – 92 86 58

Gottesdienst zum Jahreswechsel 2020/2021

zu Heiligabend und Weihnachten ab dem Morgen des 24. Dezembers:

Weihnachtsandacht 2020

zum Advent ab dem Morgen des 29. Novembers:

Online-Adventsgottesdienst vom 29.11.2020
Brich dem Hungrigen dein Brot,
und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!
Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn,
und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Für viele sind diese Weihnachts- und Neujahrsstrophen von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) ein Lieblingslied. Sie verwahren eine Karte mit den Worten oder verschicken sie als Trost und Ermutigung. Andere halten die „guten Mächte“ eher für einen schönen Traum. Bonhoeffer schrieb diese Verse in den letzten Tagen des Jahres 1944 als Gefangener in einer Kellerzelle in Berlin. Zum Lied wurden sie erst Jahre später. Der hochbegabte junge Theologe (in seiner Familie war man „spitze“ auf jedem Gebiet) hatte sich früh dem politi-schen Widerstand gegen Hitler angeschlossen. Für einen Lutheraner war das wirklich nicht naheliegend. Nur sehr wenige gingen diesen Weg. Bonhoeffer wurde verdächtig und kam im April 1943 ins Untersuchungsgefängnis in Tegel. Die Häftlinge dort waren ohne Schutzräume den Bombenangriffen auf Berlin ausgesetzt. Ihr Schreien und ihre Zusammenbrüche steckten Bonhoeffer in den Knochen.
Nach dem Attentat auf den Diktator am 20. Juli 1944 und einem Dokumentenfund in Zossen, der das Netz des Widerstandes erkennen ließ, wurde Bonhoeffer in den Keller des „Reichssicherheitshauptamtes“ verlegt. Ihm war klar, dass er keine Aussicht auf Freilassung und Überleben mehr hatte. Die Verse zum Jahreswechsel im Brief an seine Verlobte sind der letzte längere Text von ihm. Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg in Bayern ermordet.
Die schönen Worte von den „guten Mächten“ sind also von Anfang bis Ende „trotzdem-Worte“ und „Glaubenswiderstand“. Von einem Einzelnen in düsterer Lage in der ersten Strophe. Als Einladung und Ermutigung für viele in den folgenden.
Trotzdem-Glaube und Glaubenswiderstand halten sich an Gottes Wort: „Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66, 13). Und an die Zusage Jesu, sein letztes Wort nach dem Matthäusevangelium: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28, 20).
Und das genügt. Als Trost, als Ermutigung – und als ziemlich klarer Wegweiser, was ich denn jetzt tun soll. Und was ich antworten muss auf einiges, was rundherum zu hören ist.
Gut zu wissen, dass diese schönen Worte wirklich nicht bei „Schönwetter“ entstanden sind. Dann können sie mir vielleicht mehr helfen, wenn bei mir und um mich herum nicht nur „Schönwetter“ ist. Zum trotzdem-Glauben. Und zum Widerstehen.
Zur Advents- und Weihnachtszeit und zum neuen Jahr grüßt mit den anderen Mitarbeitenden der Gemeinde Ihr und euer

Pfarrer Stefan Maser

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
(eg 65/ 652)

Als Jugendliche und junge Erwachsene war das die große Frage, die uns bewegte, die wir unseren Eltern und Großeltern stellten: Warum habt ihr damals nichts gesagt? Warum habt ihr euch nicht zur Wehr gesetzt?
Im sogenannten 3. Reich haben sie Jahre der Gewaltherrschaft erlebt. Krieg, Vernichtung und Vertreibung waren die Folge. Viele von ihnen haben den Versprechen der Nationalsozialisten geglaubt, waren auf ihre Propaganda und ihre Lügen hereingefallen. Die Mehrheit hatte vor dem Elend von Menschen die Augen verschlossen und dem Unrecht seinen Lauf gelassen. Sie hatten dem bösen Treiben nicht entgegen gesetzt. Sie haben geschwiegen wie Pfarrer Martin Niemöller (1892-1984), der Marineoffizier im Kaiserreich und spätere Widerstandskämpfer es in seinem Gedicht so ausdrückt:

Als die Nazis die Kommunisten holten,
da habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozis hinter Gitter brachten,
da habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschaftler festgenom-
men hatten,da habe ich nicht protestiert;
Ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als die Nazis kamen mich zu holen,
da protestierte niemand;
da war ja kein Mensch mehr da.

Zum Glück sind heute Menschen da. Menschen wie Du und ich. Menschen, die aufstehen und Gesicht zeigen. Die sich solidarisieren, wenn Lüge und Unwahrheit sich breitmachen und das Leben Einzelner in unserer Stadt, unserem Land vergiften. Die demonstrieren, wenn der Bürgermeister unseres Ortes beschimpft und bedroht wird. Menschen, die sich nicht verführen lassen vom rechten Gerede und von heimtückischen Anschlägen.
Die den Mut aufbringen und Gesicht zeigen. Ich bin dankbar für Jede und Jeden, die bzw. der die Würde eines jeden Menschen für unantastbar hält und sich dafür einsetzt!


Helga Klaus, Pastorin i.R.

Zum Abend „Christliche Nächstenliebe, Menschen auf der Flucht“ am 11.11.2019 in Hoerstgen: Alle Anwesenden waren sich bewusst, dass viele Menschen auch in den nächsten Jahren in Deutschland Asyl suchen werden. Über 70 Millionen sind auf der Flucht. In ihren Heimatländern herrscht Krieg und Elend. Und die Not ist groß.
Wir werden sie nicht aufhalten können, war eine Aussage des Referenten Bernd Kern: „Mit Zäunen ist das Problem nicht zu bewältigen!“ Aber, was können wir tun, um die Not dieser Menschen zu lindern und ihnen zu helfen? Teilnehmer haben formuliert, dass die organisierte evangelische Kirche durchaus mehr finanzielle Hilfe leisten sollte. Richtige Worte sind manchmal nicht genug. So war der Einwurf eines Teilnehmers. Und noch eindringlicher fragte Rudolf Pappenheim, der zweite Referent: „Was können Christen tun? – Wie zeigt sich Christliche Nächstenliebe?“
Die Antwort, das zeigte der Abend, ist schwierig, auch wenn die Bibel die wesentliche Orientierung für eine gelebte „Christliche Nächstenliebe“ ist und sein kann. Der Glaube an Gott und somit die Bibel hat auch die Präambel des deutschen Grundgesetzes mitbestimmt, in der es heißt:
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“
Alle waren sich einig, dass dieser biblische und verfassungsmäßige Rahmen gilt. Und dennoch sprachen die Anwesenden auch über die Frage: „Wer ist unser Nächster?“ Sind es vor allen anderen die Christen in der Not?
Wer ist denn mein Nächster? Diese Frage wurde Jesus schon vor 2000 Jahren gestellt. An vielen Stellen in der Bibel ist die Antwort aufgeschrieben. Die treffendste Bibelstelle ist das Gleichnis vom „Barmherzigen Samariter“. Es zeigt auf, dass wir nicht fragen dürfen, wer bist du? Gehörst du zu meiner Gruppe? Nein, wir Christen müssen helfen, ohne diese Fragen zu stellen, wenn Hilfe notwendig ist. Deshalb müssen Christen die Politik ermutigen, nachhaltige Lösung zur Bekämpfung der Fluchtursachen zu finden.
Wir müssen Antworten finden, die in der heutigen Zeit für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger und für die politische Gemeinschaft angemessen sind. Das ist schwierig. Für Christen ist aber eine Pflicht, hinzuschauen und gemeinschaftlich Hilfsangeboten zu entwickeln.
Rudolf Pappenheim zitierte zum Abschluss den Kirchenlehrer Augustinus, der im vierten Jahrhundert gelebt hat. Der sagte zum Thema Nächstenliebe: „Liebe und dann tue was du willst!“ Augustinus hat diesen Satz formuliert, um eine Antwort zu geben, wie Christen die Mitmenschen lieben sollen. Dieser simpel erscheinende Satz birgt alles, was Jesus von uns Christen zum Thema Nächstenliebe erwartet, was er uns aufgetragen hat zu tun. Dieser Satz bedeutet: „Wenn du denkst, denke aus Liebe! Wenn du redest, rede aus Liebe! Wenn du schweigst, schweige aus Liebe! Wenn handelst, handle aus Liebe! Wenn du nicht handelst, tue dies aus Liebe.“