Mit dem Abschied unseres langjährigen Pfarrstelleninhabers Stefan Maser endete für die Gemeinde eine prägende Zeit. Nach vielen Jahren engagierten Wirkens ist er in den Ruhestand gegangen und zugleich an einen neuen Wohnort gezogen. Solche Veränderungen markieren oft einen besonderen Moment im Leben einer Gemeinde: Vertrautes wird losgelassen, Neues darf wachsen. Übergänge bewusst zu gestalten, Erinnerungen zu würdigen und zugleich neugierig nach vorne zu blicken, ist dabei eine wertvolle Gelegenheit.
Umso schöner ist es, dass im Juni Pfarrerin Annika Panzer ihren Dienst aufnehmen wird. Bevor sie offiziell ihren Platz in der Gemeinde einnimmt, begegnen sich „Vergangenheit“ und „Zukunft“ noch einmal in einem persönlichen Gespräch: Der ehemalige Pfarrer interviewt seine Nachfolgerin. Dabei geht es um ihren Weg ins Pfarramt, ihre Erwartungen an die neue Aufgabe und die Gedanken, mit denen sie ihren Dienst beginnt (Nadja Hübinger):

Aus dem hessischen Bergland, von einem Ort, wo im Winter sogar Ski gelaufen wird, an den Niederrhein! Eine andere Familie ist ja gerade in die entgegengesetzte Richtung gezogen.
Ich habe mir den Niederrhein tatsächlich zum ersten Mal im letzten Herbst näher angesehen, als ich von der freien Stelle gehört hatte und die Gegend hat mir auf Anhieb richtig gut gefallen. Zudem liegt es auch nah genug bei Essen, so dass mein Verlobter gut zur Arbeit an der Uni pendeln kann. Also ländlich mit Großstadtnähe – genau das, was wir uns erhofft haben – und außerdem hört man vom Niederrhein doch nur Gutes!

Als du angefangen hast mit diesem Beruf, hattest du sicher eine Vorstellung vom Pfarrerin-Sein.
Naja, eine Vorstellung schon. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich selbst wirklich Pfarrerin sein kann und möchte. Die endgültige Klarheit, dass „Pfarrerin“ auch meine Berufung ist, kam dann tatsächlich mit der ersten Beerdigung im Vikariat, unserer praktischen Ausbildung. Da habe ich gemerkt: Ja, genau das möchte ich: Menschen in den unterschiedlichsten – auch schweren – Situationen begleiten und ihnen von unserer christlichen Hoffnung erzählen, von dem, was auch mich trägt.

Seitdem ist schon wieder einige Zeit vergangen. Acht Jahre allein in der letzten Gemeinde …
Da hat sich viel geändert und es wird sich weiter verändern. Deshalb müssen wir uns in unseren Gemeinden Fragen stellen und gemeinsam herausfinden, wie wir Kirche für die Menschen sein wollen. Wo es Gestaltungsräume gibt. Welche Begegnungsorte es braucht. Was gerade „dran“ ist. Und das wird nur gemeinsam gehen. Im Miteinander von Gemeinden, von Haupt- und Ehrenamtlichen.
Besonders dann, wenn wir nicht nur im vertrauten und bequemen eigenen Kreis bleiben wollen. So ein Miteinander in der Region ist ja auch in Hoerstgen schon gewachsen, besonders zusammen mit Lintfort.
Ich freue mich auch darauf, zu sehen und zu hören, welche Ideen, Wünsche und Pläne es gibt.

Wenn in Hoerstgen demnächst mal jemand sagt: „Wir sind hier ja ‚eigentlich‘ eine reformierte Gemeinde.“?
Dann würde ich erst mal offen sagen, dass ich ‚eigentlich‘ bisher als „unierte“ Pfarrerin unterwegs war. Und dann fragen: „Was bedeutet dies reformiert-Sein denn für dich? Und was davon wünschst du dir weiter in deiner Gemeinde?“

Und wer in den nächsten Monaten in Rheurdt und Sevelen in die Gemeindehäuser kommt, soll auf jeden Fall merken . . .
… dass es Orte sind, an denen wir Gottesdienst feiern und Gemeinde sind. Räume, in denen Menschen sich wahr- und angenommen fühlen sollen.

Und wer dann mal bei euch zu Hause reinkommt . . .
Das wird ja dann in Wachtendonk sein, denn dort werden wir wohnen. Zurzeit findet man dort viel leeren Raum, ab nächster Woche wohl sehr viele Umzugskartons, aber dann ab Juni hoffentlich so langsam ein neues Zuhause. Denn neben allem Unterwegssein und Dasein in den Gemeinden und bei den Menschen braucht wohl jede*r auch einen Ort zum Auftanken.
Ich freu mich auf alles, was kommt und bin sehr gespannt!

Fragen und Stichworte von Stefan Maser, Pastor in Hoerstgen von 1997 bis 2025

Unsere Gemeinde freut sich darauf, Pfarrerin Annika Panzer kennenzulernen und gemeinsam mit ihr die kommende Zeit zu gestalten.
Für ihre Dienst wünschen wir ihr einen guten Start, viele bereichernde Begegnungen und Gottes Segen für alle Aufgaben und Wege,die vor ihr liegen.

Nadja Hübinger, Stellv. Vositzende des Presbyteriums

Unter diesem Motto wollen wir nach einer langen Pause am Sonntag, 12. Juli 2026, in Rheurdt wieder ein Gemeindefest feiern. Der Männerkreis hat in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, das Gemeindefest in der Vorbereitung zu koordinieren.
Wir beginnen um 10 Uhr, in der evangelischen Kirche Rheurdt, Kirchstrasse 44, mit einem Gottesdienst, der als Abschluss der diesjährigen Konfi-Kids gefeiert werden wird.
Alle Gruppen und Kreise haben Aktivitäten in Vorbereitung, die rund um das Gemeindezentrum angeboten werden. So wird vom Kirchenchor, dem Instrumentalkreis und von den Musik-Spatzen eine Pop-Kantate „Adam in Eden“ aufgeführt. Der Posaunenchor wird nicht nur im Gottesdienst aktiv sein, sondern auch das Fest musikalisch begleiten. Auch für den Abschluss des Tages ist noch einmal eine musikalische Überraschung geplant. Wir werden also einige Stunden miteinander verbringen, mit Spaß, gutem Essen, Musik und guten Gesprächen.
Die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen feiert gemeinsam den Aufbruch zu einer neuen Etappe ihrer Reise durch die Zeit. Ein Neuaufbruch, weil viele Jahre keine Gemeindefeste gewesen sind. Eine neue Etappe, weil wir mit Pfarrerin Annika Panzer eine Chance für eine lebendige Zulkunft haben. Die beste Voraussetzung dafür ist die Mannschaft des Gemeindeschiffs, die vielen aktiven Menschen in den zahlreichen Gruppen und Kreisen, die eine breite Palette unterschiedlicher Aktivitäten im Angebot haben. Kindergruppen (verschiedenen Alters), Frauengruppen, Männerkreis, Bücherei, Kirchenchor, Instrumentalkreis, Bastelkreis, Posaunenchor und nicht zuletzt unsere aktiven Senioren.
Bitte, lieber Leser, nehmen Sie Ihre Einladung an. Die Evangelische Kirchengemeinde lädt ein! Sie sind ein wichtiger Teil dieser Gemeinde! Sie würden fehlen. Vor allem sollten Sie diese Chance nicht verpassen, Ihre neue Seelsorgerin kennenzulernen.
Für das berühmte „leibliche Wohl“ wird in bekannt guter Weise gesorgt werden. Der Grill wird heiß gemacht. Kuchen wird gebacken sein. Heißer Kaffee wird aufgebrüht werden. Natürlich gibt es auch kalte Getränke. Kommt und erlebt die Menschen aus Hoerstgen, Rheurdt und Sevelen; die Mannschaft des Schiffs, das sich Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen nennt!

Rudolf Pappenheim für den Männerkreis

Kinder in der "Schule der Freundschaft"

Wir haben Gäste am Mittwoch, 20. Mai, ab 14.30 Uhr im Seniorentreffen Hoerstgen,
evangelisches Gemeindehaus Dorfstraße 7:

Veronica und Jaime Merino aus Lima berichten von Hilfen zum Lernen und Leben für die Kinder eines neuen Siedlungsplatzes am Hang über einem Armenviertel im Süden der peruanischen Hauptstadtund ihre Familien.
Zum Übersetzen und zum Gespräch dabei:
Pfarrer i. R. Stefan Maser, jetzt Marburg

Weitere interessierte Gäste in jedem Alter sind herzlich willkommen.
Wenn möglich, bitte anmelden bei Helga Wessels 02842 42842
oder im Gottesdienst (für uns alle wird der Kaffeetisch gedeckt).

Gemeinsam mit der FeG Hoerstgen und der Kirchengemeinde Lintfort feiern wir diesen besonderen Gottesdienst am Donnerstag, 14. Mai 2026, um 11 Uhr auf der Schanze in Hoerstgen (Spanische Schanze Nr. 6 – Zugang über Molkereistraße 110) unter freiem Himmel.
Der Tag steht zugleich im Zeichen zweier Jubiläen: Die FeG Hoerstgen wird 165 Jahre alt, und die Schanze blickt auf 400 Jahre Geschichte zurück.
Musikalisch wird der Gottesdienst vom Posaunenchor sowie von Musiker*innen der FeG gestaltet.
Im Anschluss laden wir herzlich zu einem Mitbring-Picknick sowie zu Spiel, Begegnung und gemütlichem Beisammensein ein. Bierzeltgarnituren sind vorhanden, bitte bringen Sie Geschirr und Besteck selbst mit; auch Klappstühle können gern zusätzlich mitgebracht werden.
Sollte das Wetter nicht mitspielen, laden wir zum Gottesdienst in die Dorfkirche Hoerstgen ein und setzen das Beisammensein anschließend im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Hoerstgen (Dorfstraße 7) fort.


Wir freuen uns auf einen festlichen Gottesdienst und einen gesegneten Tag der Gemeinschaft!

Für die Besetzung der 1. Pfarrstelle der Kirchengemende ist folgende Kandidatin gewählt worden:

Pfarrerin Annika Panzer

Voraussetzung für die Berufung in die Pfarrstelle war die zuvor stattfindende Wahl durch das Presbyterium, die in einem Gemeindegottesdienst am Samstag, 14. März 2026 in der Kirche in Hoerstgen stattfand.

Der Gottesdienst wurde vom Synodalassessor des Kirchenkreises Moers, Pfarrer Matthias Immer, angesetzt und geleitet.

Das Wahlergebnis wird der Gemeinde am 22.03.2026 bekanntgegeben mit dem Hinweis, dass jedes mindestens 16 Jahre alte, zum Heiligen Abendmahl zugelassene Gemeindemitglied spätestens eine Woche nach der Bekanntgabe in der jeweiligen Kirchengemeinde bei dem Superintendenten des Kirchenkreises Moers, Mühlenstraße 20, 47441 Moers, einen schriftlich begründeten Einspruch gegen Lehre, Wandel und Gaben des Gewählten oder wegen Verletzung von Vorschriften des Wahlverfahrens erheben kann (§ 8 PStG).

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit …“

Mit diesen Worten aus dem Evangelischen Gesangbuch lassen sich die vergangenen Monate in unserer Kirchengemeinde gut beschreiben. Zeiten des Aufbruchs und des Innehaltens, manchmal auch des Suchens gehörten dazu – und immer wieder die Frage: Wie bleibt das Schiff auf Kurs?
Meine eigenen Segelerfahrungen beschränken sich auf eine einwöchige Klassenfahrt auf einem Plattbodenschiff auf dem Ijsselmeer Anfang der 90er Jahre. Doch auch dort habe ich gelernt: Es gibt Situationen, in denen wirklich alle – Mann und Frau – an Deck sein müssen. Besonders bei Wendemanövern kommt es darauf an, dass jede und jeder ihre/seine Aufgabe kennt und wahrnimmt.
Ein Erlebnis ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Kurz vor einem Wendemanöver fiel ein Mitschüler aus – ausgerechnet er war für die Kurbel zuständig, mit der eines der Seitenschwerter hochgekurbelt werden musste. Ohne diese Position war das Manöver nicht möglich. Die Skipperin musste kurzfristig umdisponieren, Aufgaben neu verteilen und entstandene Lücken schließen. Ein kleines Durcheinander entstand, doch am Ende gelang das Wendemanöver.
An dieses Bild musste ich denken, als ich auf die vergangenen Monate nach der Verabschiedung von Pfarrer Maser in seinen Ruhestand zurückblickte.
Auch bei uns mussten Aufgaben neu bedacht, verteilt und teilweise neu erlernt werden. Parallel dazu begaben wir uns auf die Suche nach einer neuen Pfarrerin oder einem neuen Pfarrer. Die erste Runde der Ausschreibung verlief leider ergebnislos, sodass wir im Januar die Stelle erneut ausschreiben mussten.
Und doch haben wir inzwischen offenbar Übung darin gewonnen, das Schiff, das sich Gemeinde nennt, auf Kurs zu halten. Das zeigte sich eindrücklich in den Abkündigungen eines Gottesdienstes: Männerkreis, Bastelkreis, Seniorentreff, ein Gebetsabend in der FeG, eine Taizé-Andacht, ein Gottesdienst mit Abendmahl im St.-Antonius-Haus sowie ein gemeinsamer Gottesdienst mit der FeG Hoerstgen, musikalisch gestaltet vom Chor der FeG, unserem Posaunenchor und unserer Kirchenmusikerin.
Auch Pfarrer Hartmann aus Lintfort nahm dies anerkennend wahr: „Dafür, dass ihr gerade keinen eigenen Pfarrer habt, ist aber viel los bei euch!“
Dieses Empfinden teilten wir auch beim Quartalsmitarbeitertreffen. Besonders wertvoll erschienen uns der Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst, das Weckmänneressen der Generationen, der Gemeindeausflug, das Erntedankfest, die Christmette sowie die gemeinsamen Gottesdienste in der Region, insbesondere mit der Kirchengemeinde Lintfort. Vieles davon möchten wir gern beibehalten und wiederholen.
Gleichzeitig entstanden neue Ideen und Visionen, nicht zuletzt auch der Wunsch nach einem Gemeindefest in diesem Jahr. Dabei wurde auch deutlich, wie sehr wir uns wünschen, die „Mannschaft“ unseres Gemeindeschiffes wieder zu vervollständigen und zu erweitern. Vielleicht finden sich – neben einer neuen Pfarrerin oder einem neuen Pfarrer – auch Menschen, die Freude an Archivarbeit, Öffentlichkeitsarbeit oder an der Mitarbeit am Gemeindeboten haben.
Wir wissen nicht immer, welchen Weg unsere Reise nehmen wird oder wann unsere Pfarrstelle neu besetzt sein wird. Aber wir wissen, dass wir nicht allein unterwegs sind:


„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt,
fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Und wenn uns Einsamkeit bedroht, wenn Angst uns überfällt:
Viel Freunde sind mit unterwegs, auf gleichen Kurs gestellt.
Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein.
So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein.“

(EG 604,5)

Unsere Kirchengemeinde befindet sich während der Vakanz in einer spannenden und zugleich herausfordernden Phase der Entwicklung. Besonders bewegt uns dabei der Prozess der Wiederbesetzung unserer Pfarrstelle.
Mitte September wurde die Stelle im Amtsblatt der Evangelischen Kirche im Rheinland veröffentlicht – der Prozess ist im Gange.
Über den aktuellen Stand der Pfarrwahl wurde in der Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag berichtet – also nach Redaktionsschluss dieses Gemeindeboten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung können wir daher noch keine neuen Informationen mitteilen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich der Weg zur Neubesetzung unserer Pfarrstelle weiter gut entwickelt und wir in absehbarer Zeit mehr berichten können.
Eine Zeit der Herausforderungen – und des Miteinanders
Die aktuelle Vakanz bringt einige organisatorische Veränderungen mit sich. Uns ist wichtig, dass alle wissen, wer in dieser Zeit erreichbar ist und wie.
Dafür wurde ein neues Gemeindebüro im Gemeindehaus Hoerstgen, Dorfstraße 7, eingerichtet.
Bis zum Erscheinen dieses Gemeindeboten wird es dort (hoffentlich) einen neuen Telefonanschluss geben – weiterhin unter der bekannten Nummer 02842 / 4551. Über den Anrufbeantworter werden Informationen zu Erreichbarkeiten und Ansprechpartnern bereitgestellt.
Ganz sicher schon aktiv ist die neue E-Mail-Adresse: hoerstgen@ekir.de
Eingehende Mails werden zuverlässig abgerufen, und Sie erhalten selbstverständlich eine Rückmeldung von uns.
Herzlicher Dank für Unterstützung und Begleitung
Ein ganz herzlicher Dank gilt den Pfarrerinnen und Pfarrern der Region 6 unseres Kirchenkreises Moers: Pfarrer Michael Hammes, Pfarrer Frank Hartmann, Pfarrer Frank Rusch, Pfarrer Stefan Vogt und Pfarrerin Juliane Kollmann-Rusch.
Sie übernehmen während der Vakanz die Gottesdienste sowie die Kasualdienste – insbesondere Beerdigungen, aber auch Taufen und Konfirmandenunterricht.
Dank gilt ebenso Heike Jansen, der Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort, sowie Renate Rusch aus dem Verwaltungsamt in Moers für ihre Unterstützung und Begleitung in dieser Zeit.
Gottesdienste in der Vakanz
Dank der Hilfe unserer Lintforter Pfarrer können auch in der Zeit ohne feste Pfarrperson regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Ein Gottesdienstplan für Dezember bis Februar ist in diesem Gemeindeboten abgedruckt.
Besonders in der Weihnachtszeit ist das keine Selbstverständlichkeit – umso dankbarer sind wir, dass auch in diesem Jahr an Heiligabend wieder drei Gottesdienste gefeiert werden können: 15 Uhr Familiengottesdienst im Gemeindezentrum Rheurdt, 17 Uhr Christvesper in der Dorfkirche Hoerstgen, 23 Uhr Christmette in der Dorfkirche Hoerstgen
Darüber hinaus feiern wir wieder gemeinsame Gottesdienste mit der Kirchengemeinde Lintfort – mal in unseren Kirchen, mal in der Christuskirche oder Kreuzkirche in Lintfort.
Sollte unsere Pfarrstelle noch vor Ende Februar neu besetzt werden, wird die neue Pfarrerin oder der neue Pfarrer selbstverständlich die Gottesdienste übernehmen. Aktuelle Informationen dazu finden Sie dann in unseren Schaukästen und hier auf unserer Website www.kirche-hoerstgen.de

Wir, die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte und zukunftsorientierte Pfarrperson oder ein Pfarrehepaar (m/w/d) mit einem Dienstumfang von 100 Prozent zur Wiederbesetzung.

Das Besondere an dieser Pfarrstelle:
Die Kirchengemeinde Hoerstgen stellt einen 75-Prozent- Anteil, die Kirchengemeinde Lintfort einen Anteil von 25 Prozent. Beide Gemeinden bilden den „Kooperationsraum Nord“ in der Region 6 unseres Kirchenkreises Moers.
Unsere Kirchengemeinde Hoerstgen umfasst ca. 2500 Gemeindemitglieder, die der Kirchengemeinde Lintfort ca. 7600 Gemeindemitglieder. In unserem Zentrum stehen die Gottesdienste in Kirche, Schule und Altenheim sowie der Konfirmandenunterricht. Darüber hinaus gibt es viele eigenständige Gemeindegruppen wie Seniorenkreise, Frauen- und Männerkreise,
unsere Bücherei und Kindergruppen. Kinderbibeltage und der „Konfi-Kids“-Unterricht werden ebenfalls eigenständig von ehrenamtlich Mitarbeitenden gestaltet. Unsere musikalischen Angebote werden durch unsere B-Kirchenmusikerin geleitet und gestaltet. Zusätzlich leitet ein Prädikant regelmäßig eigene Gottesdienste.
Unsere Gemeinde im ländlichen Raum zeichnet sich durch ein dynamisches Presbyterium aus, das Mut zu Veränderungen zeigt und offen für Neues ist. Zugleich wissen wir das Gute zu bewahren, das unsere Gemeinde geprägt hat. Auf der Grundlage der frohen Botschaft von Jesus Christus gestalten wir ein lebendiges, von Glauben getragenes Miteinander. Wir sind eine Kirchengemeinde mit reformierten Wurzeln, die eine lebensnahe und pragmatische Gemeindearbeit umsetzt.
Wir sind verantwortlich für drei Predigtstellen und leben von der Vielfalt unserer Gemeindemitglieder. Offenheit, Flexibilität und Toleranz prägen unser Miteinander. Wir legen großen Wert auf Austausch und gemeinsames Gestalten. Unser Ziel ist es, eine Gemeinde zu sein, die am Menschen orientiert ist, Verantwortung übernimmt und sich stetig weiterentwickelt.

Was wir suchen:
eine Pfarrperson/ein Pfarrehepaar (m/w/d) mit Herz für die Gemeindearbeit und Freude an Gemeinschaft und Austausch, Bereitschaft, gemeinsam bestehende Konzeptionen zu hinterfragen, Bewährtes zu bewahren und neue Wege zu gehen, Verantwortungsbewusstsein und Mut zu Veränderungen.

Was wir bieten:
eine lebendige, lebensnahe Gemeinde mit großem Potenzial, ein motiviertes Presbyterium und engagierte Mitarbeitende, die Möglichkeit, aktiv die Zukunft unserer Gemeinde mitzugestalten, arbeiten nach dem Zeitmodell A „Zeit fürs Wesentliche“, Zusammenarbeit nach Vereinbarung zwischen den Kirchengemeinden Hoerstgen und Lintfort, mit enger Kooperation im Pfarrteam der Kirchengemeinde Lintfort.
Wenn Sie Freude daran haben, mit Herz, Verstand und Glauben die Zukunft einer lebendigen Gemeinde zu gestalten, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Auf Wunsch sind wir bei der Wohnungssuche in Hoerstgen und Umgebung behilflich; auch das Pfarrhaus steht zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie – gemeinsam gestalten wir eine lebendige Zukunft! Mit Ihrer Bewerbung stimmen Sie der Weitergabe Ihrer Bewerbungsunterlagen an das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Lintfort zu. Mitglieder des Leitungsorgans der Ev. Kirchengemeinde Lintfort werden zu den Bewerbungsgesprächen beratend hinzugezogen.

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Nadja Hübinger
(Stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums in Hoerstgen, Handy 0172 6870681, E-Mail nhuebinger@gmx.de),
Lutz Zemke
(Vorsitzender des Presbyteriums in Lintfort, Handy 0157 30653636, E-Mail lutz.zemke@ekir.de).

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit dem Nachweis der Wahlfähigkeit nach § 2 Absatz 1 PStG innerhalb von drei Wochen nach Erscheinen des Amtsblattes an das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen über den Superintendenten Pfarrer Wolfram Syben, Mühlenstra.e 20, 47441 Moers, oder per E-Mail: superintendentur.moers@ekir.de.

Entlastung schaffen und Gottesdienste sichern


Auf der letzten Gemeindeversammlung, die wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort veranstaltet haben, wurde unser neuer Gottesdienstplan vorgestellt. Ziel ist es, die Pfarrpersonen zu entlasten und gleichzeitig weiterhin ein verlässliches Gottesdienstangebot für unsere Gemeinde zu ermöglichen.
Denn eines ist klar: Die Aufgaben der Pfarrerinnen und Pfarrer – wie Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Gruppen und Kreise, Beerdigungen und Seelsorge – bleiben im Wesentlichen bestehen. Gleichzeitig wird die verfügbare Arbeitszeit durch sinkende Gemeindegliederzahlen und damit schrumpfende Pfarrstellenanteile immer knapper. In vielen Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland hat das bereits zu Überlastung und Burnout geführt.


(Wussten Sie, dass für einen gut vorbereiteten Gottesdienst mit vollständiger Liturgie und Predigt neben den 1,5 Stunden Durchführung zusätzlich noch 8 Stunden Vorbereitung eingeplant sind? Das ist kein theoretischer Wert, sondern gelebte Realität – Exegese des Predigttextes, das Schreiben der Predigt, liturgische Planung und musikalische Abstimmung brauchen Zeit und Sorgfalt.)


Ein zentraler Gedanke des neuen Plans ist daher die engere Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Lintfort. Wenn eine Pfarrperson denselben Gottesdienst in zwei Gemeinden feiern kann, lässt sich wertvolle Vorbereitungszeit einsparen – bis zu 4 Stunden pro Gottesdienst!
Doch wie lässt sich das praktisch umsetzen? Schließlich kann eine Pfarrerin oder ein Pfarrer nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.
Die Lösung: Zusätzlich zum Gottesdienst um 10:00 Uhr wird es künftig Abendgottesdienste geben. So kann eine Predigt zweimal gehalten werden – an unterschiedlichen Orten und Zeiten. Jede:r Gottesdienstbesucher:in kann selbst entscheiden: Möchte ich um 10:00 Uhr ggf. in der Nachbargemeinde oder lieber am Abend in der eigenen Gemeinde teilnehmen?
Für unsere Kirchengemeinde haben wir uns auf Samstagabend, 17:00 Uhr geeinigt. Die Kirchengemeinde Lintfort wird ihre Abendgottesdienste sonntags um 18:00 Uhr feiern.
Zusätzlich möchten wir bestimmte Gottesdienste zu besonderen Feiertagen gemeinsam feiern, zum Beispiel: Reformationstag, Buß- und Bettag, Weihnachtsfeiertage, Altjahresabend.


Und was ist während der Vakanz?


Nach dem Weggang von Pfarrerin Dorothee Neubert (3. Pfarrstelle Kirchengemeinde Lintfort) in einen anderen Kirchenkreis und der Pensionierung von Pfarrer Stefan Maser wird unsere Pfarrstelle zunächst unbesetzt sein. Deshalb übernehmen während der Vakanz Pfarrer Michael Hammes und Pfarrer Frank Hartmann aus Lintfort, unterstützt von pensionierten Pfarrer:innen (Emeriti) und ehrenamtlichen Prädikant:innen, die Gottesdienste sowie Taufen, Trauungen und Beerdigungen.
Auf Grundlage des neuen Plans ist es uns gelungen, auch während der Vakanz nahezu alle Gottesdienste anzubieten – manchmal eben mit geänderten Zeiten oder an anderen Orten. Bitte informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Änderungen in unserem Gemeindebrief, auf der Homepage oder in den Aushangkästen an unseren Kirchen.
Niemand soll außen vor bleiben!
Uns ist wichtig: Niemand soll wegen der Entfernung oder fehlender Beförderungsmöglichkeiten auf einen Gottesdienst verzichten müssen! Bitte sprechen Sie uns (das Presbyterium) an – wir finden gemeinsam eine Lösung, wie Sie zu dem Gottesdienst kommen, den Sie besuchen möchten.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, Ihre Flexibilität und Ihre Unterstützung auf diesem Weg – damit Kirche vor Ort weiterhin lebendig bleibt!


Der neue Gottesdienstplan im Überblick

Regelmäßige Gottesdienste:

  • Samstag vor dem 1. Sonntag im Monat – 17:00 Uhr, Kirche Rheurdt mit Abendmahl
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Hoerstgen mit Abendmahl / Parallel: Kirche mit Kindern in Rheurdt (ehrenamtliches Team)
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Sevelen mit Abendmahl
  • Sonntag im Monat – 10:00 Uhr, Kirche Hoerstgen / Parallel: Kindergottesdienst (ehrenamtliches Team)
  • Sonntag im Monat (wenn vorhanden) – 10:00 Uhr, Kirche Sevelen
    Altenheimgottesdienste im St. Antoniushaus Sevelen:
  • Dienstag im Monat – Gottesdienst mit Abendmahl
  • Dienstag im Monat – Sing- und Leseandacht (ehrenamtliches Team)

Erinnern Sie sich noch an den Artikel im letzten Gemeindeboten mit dem Titel „Veränderung gehört zum Leben“? Darin haben wir ausführlich über unseren Weg hin zu einer pfarramtlichen Verbindung mit der Kirchengemeinde Lintfort berichtet. Viele Gespräche hatten stattgefunden, alle regionalen und kirchenkreislichen Beschlüsse zur neuen Pfarrstellenkonzeption waren gefasst – wir waren auf dem Endspurt. Bald sollte es konkret werden.
Doch dann kam alles anders…
Genau an dem Tag, als der letzte Gemeindebote verteilt wurde, erreichte uns die Nachricht:
Pfarrerin Dorothee Neubert, bisher auf der 3. Pfarrstelle in Lintfort tätig, wird sich beruflich neu orientieren. Ab September 2025 wird sie ihren Dienst im Kirchenkreis Kleve aufnehmen.
An dieser Stelle danken wir Pfarrerin Neubert herzlich für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren – sei es durch Gottesdienste, Beerdigungen oder in anderen Bereichen. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr Gottes reichen Segen!
Die ursprünglich geplante pfarramtliche Verbindung zwischen Hoerstgen und Lintfort sollte sicherstellen, dass eine Pfarrperson aus Lintfort auch unserem Presbyterium angehört und zu dessen Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender gewählt werden kann.


Doch mit dem Weggang von Pfarrerin Neubert wurde klar:
In Lintfort verbleiben auch nur noch zwei Pfarrer. – Das „größere Loch“ entsteht aber in Hoerstgen. Und hier braucht es nun eine neue Pfarrperson.
Heißt das nun: all die Planungen der letzten Monate waren umsonst?
Ganz klar: Nein!
Im Gegenteil: Die intensive Auseinandersetzung im Presbyterium mit unserer Gemeindesituation – insbesondere mit Blick auf die Rolle eines Pfarrers oder einer Pfarrerin, das Thema „Zeit fürs Wesentliche“ und die Zukunftsperspektiven unserer Gemeinde – haben uns gut vorbereitet. So konnten wir gedanklich zügig umschwenken: Statt einer pfarramtlichen Verbindung soll die Pfarrstelle Hoerstgen nun mit 100 % neu ausgeschrieben werden, wobei 25 % der Dienstzeit in Lintfort erbracht werden soll.

Der Antrag unserer Gemeinde auf Freigabe der Pfarrstelle zur Wiederbesetzung wurde vom Kreissynodalvorstand ausdrücklich befürwortet. Und inzwischen hat auch die Landeskirche die Stelle zur Ausschreibung im rheinlandweiten „Kirchlichen Amtsblatt“ freigeben. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unserem Superintendenten, Wolfram Syben, den beteiligten Presbyterien der Region 6 sowie den Pfarrern aus Lintfort für ihre Unterstützung, Geduld und Mitwirkung in dieser herausfordernden Phase.
Viele Wege wurden überlegt – und der nun eingeschlagene ist tragfähig und zukunftsorientiert.

Wie sich wohl alles weiter entwickelt? Das erfahren wir spätestens auf unserer Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag (Mittwoch, 19.11.2025).
Nach über zwei Jahrzehnten in der Jugendhilfe habe ich gelernt: Es ist wichtig, Pläne zu haben – durchdacht, abgestimmt, wohlüberlegt. Doch es ist genauso wichtig, bereit zu sein, sie über Bord zu werfen, wenn sich die Lage verändert.
Dabei bin ich nach wie vor überzeugt: Egal, was vor uns liegt – Ja, durch Gottes Hilfe!

Diakon Holger Koopmann