RikaLazar

Liebe Rika Lazar, als sich neulich die Kirchenmusikerinnen unserer Gegend trafen, warst du mit Abstand die Jüngste in der Runde. Wie kam das, dass du schon als Jugendliche Organistin geworden bist?

Vor einigen Jahren sollte meine Mutter den damaligen Organisten Christian Braumann vertreten. Da sie jedoch an einem Sonntag selbst verhindert war, habe ich spontan vorgeschlagen, dass ich den Gottesdienst übernehmen kann. Kurze Zeit später hat Herr Braumann unsere Gemeinde verlassen und mir kam die Idee, dass meine Mutter und ich uns die freigewordene Stelle teilen können. Das haben wir zunächst auch für ca. zwei Jahre gemacht und seit fast fünf Jahren bin ich nun allein für die Gemeindeteile Rheurdt und Sevelen als Organistin zuständig.

Du kannst ja richtig Orgelspielen. Wer genau hinguckt, sieht die vielen „stummen Fingerwechsel“. Und alle merken, dass wir mit dir super singen können. Wo hast du das eigentlich gelernt?

So wirklich gelernt habe ich das Orgelspie-len ja nicht. Schon als kleines Kind hatte ich Klavierunterricht und vor meinen ersten Gottesdiensten habe ich versucht, mir möglichst viel bei meiner Mutter abzuschauen. Das hat scheinbar ganz gut geklappt. Du setzt auch jetzt, als Studentin in Münster, so viel Zeit für unsere Gottesdienste ein. Da hast du doch sicher ein Anliegen oder einen Wunsch für unsere Gemeinde: Ich wünsche mir, dass unsere Kirchen bald wieder möglichst voll werden können und wieder richtig laut gesungen werden darf. Denn dann macht das Orgelspielen auch am meisten Spaß.