Hoerstgener Abendmahlbecher
Hoerstgener Abendmahlbecher

(Foto: W. Lietzow)

Beim Abendmahl feiern wir die Gegenwart Jesu Christi in seiner Gemeinde.
Dabei stört es mich, wenn ich unsicher bin und vielleicht sogar Angst habe, etwas falsch zu machen. Schließlich wird das Abendmahl nicht überall gleich gefeiert.
Nach den Einsetzungsworten wird Brot im Kreis gereicht. Alle, die mitfeiern, sind so zum Leib Christi verbunden.
Das traditionelle Getränk beim evangelischen Abendmahl ist Wein aus einem Gemeinschaftskelch, einem Becher, der von einem zum anderen geht und aus dem alle trinken.
Wegen der Menschen, die keinen Alkohol trinken können oder wollen, gibt es bei uns schon lange Abendmahlsfeiern, bei denen unvergorener Traubensaft im Kelch ist. So machen wir es zum Beispiel bei Abendmahlsfeiern, zu denen wir die im KonfiKid-Unterricht vorbereiteten Kinder einladen, oder bei den Konfirmationen.
Für Menschen, die an diesem Tag nicht gerne mit anderen aus einem Becher trinken möchten, werden außerdem Einzel-Trinkgefäße bereitgehalten. Schließlich sollen sich ja nicht ausgerechnet beim Abendmahl Gemeindeglieder ausgeschlossen fühlen.
Damit alle an allen Orten ohne Unsicherheiten mitfeiern können, haben Gottesdienstausschuss und Presbyterium jetzt noch einmal besprochen, wie wir es in Hoerstgen, Sevelen und Rheurdt in Zukunft halten wollen:
Nach dem Brot bietet zuerst eine Presbyterin oder ein Presbyter von einem kleinen Tablett Einzelkelche an. Unser Abendmahlswein ist Weißwein. In Zukunft sind auch bei jeder Feier einige Kelche mit rotem Traubensaft dabei. Dann reicht der Pfarrer denen, die keinen Einzelkelch genommen haben, den Gemeinschaftskelch. Der passende Moment zum Trinken aus dem Einzelkelch ist, wenn der Pfarrer vorübergeht und ein Bibelwort oder das Spendewort sagt.
In Sevelen und Rheurdt gibt es schon seit Jahren einen schönen Brauch: beim Bibelwort zum Abschluss des Abendmahlskreises fassen sich alle an den Händen. Die Hoerstgener sind herzlich eingeladen, es in Zukunft genauso zu machen!

Das Brot, das wir brechen,
ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?
Denn ein Brot ist’s, so sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brote teilhaben.
Paulus, 1. Korinther 10, 16f

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