Hoerstgener EngelDer „Freundeverein der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen Rheurdt Sevelen e.V.“ ist ordentlich gegründet worden! Bei der Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag des letzten Jahres wurde vorgetragen, warum sich die Gründung eines Fördervereines, den wir Freundeverein nennen wollen, empfiehlt:
1. Steuerliche Gründe:
Durch den Freundeverein hätte die Gemeinde einen zusätzlichen MwSt.-Freibetrag von 17500, womit wir unsere wirtschaftlichen Tätigkeiten in vollem Umfang ermöglichen können.
2. steuerliche Änderungen für „Großsponsoren“
Unsere Sponsoren können in Zukunft Gelder nicht mehr den Kirchengemeinden, sondern nur noch Fördervereinen zukommen lassen.
3. Ein Freundeverein kann die Verteilung der Gelder besser steuern, als es die Kirchengemeinde kann, wo Spendengelder oft an die Jugendarbeit, die Kirchenmusik oder einen anderen Zweck gebunden werden.
Am 29. Januar 2013 und am 28. Februar 2013 trafen sich die zehn Gründungsmitglieder im Gemeindeladen in Hoerstgen. um die Satzung zu beschließen, den Verein zu gründen und den Gründungsvorstand zu wählen. Die erste Vorsitzende ist Elke Pfitzer,  der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Kunellis, der Kassierer ist Thomas Hirth. und als Schriftführer wurde Helmut Haß gewählt.
Die Satzung wurde vom Kirchenkreis Moers anerkannt.
Am 11. April wurde der Verein vom Amtsgericht in Kleve in das Vereinsregister (Blatt VR 1557) eingetragen.
Die Beantragung der Gemeinnützigkeit wurde, unterstützt von Steuerberater Norbert Smeets aus Geldern, beim Finanzamt in Moers beantragt, und am 23. Juli 2013 erhielt der Verein die Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft.
Der Freundverein übernahm als erste Aufgabe die Verantwortung für den Konrad Beikircher-Abend am 18. Oktober 2013.
Der Gründungsvorstand erarbeitete eine Geschäftsordnung für den Vorstand und die Mitgliederversammlungen.
Am 04. November um 19.00 Uhr trafen sich die Gründungsmitglieder zur ersten Mitgliederversammlung im Gemeindeladen in Hoerstgen, um über die Geschäftsordnung abzustimmen und den Vorstand zu bestätigen.
Am Abend der Gemeindeversammlung, am 20. November wurden erstmals Formulare für den Beitritt zum Freundeverein ausgelegt.
Der Freundeverein hofft auf regen Zulauf, damit die Arbeit in unserer Gemeinde weiterhin so umfassend und qualifiziert wie gewohnt weitergehen kann.

Elke Pfitzer

Annette Lubenow (Foto: Wolfgang Lietzow)

WENN IN HOERSTGEN die Weidtmann-Orgel – unser so genanntes „Schätzchen“ – erklingt, wenn der Kirchenchor einen spannenden Abendgottesdienst gestaltet, wenn der Kinderchor zu Weihnachten herzerfrischend singt „Es ist ein langer, langer, langer Weg von Nazareth nach Bethlehem, Maria ist hoch schwanger, schwanger, schwanger, schwanger“, dann rezipieren wir das gerne, übersehen dabei aber auch oftmals, dass all diese schönen, manchmal witzigen und eben auch ergreifenden Momente eine Person gestaltet hat:
unsere Kirchenmusikerin Annette Lubenow.
Wem nützt die schönste Orgel, wenn sich nicht jemand mit ihr beschäftigt und sie entsprechend spielt? Und wer sorgt dafür, dass sich ein Kirchenchor regelmäßig und gerne zum Proben trifft und sich auf einen musikalischen Abendgottesdienst, einen Weihnachts-, Oster- oder Erntedankgottesdienst ernsthaft vorbereitet? Wer motiviert Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitspielen im Instrumentalkreis? – Unsere Kirchenmusikerin eben.
Annette Lubenow hat sich vor zehn Jahren darauf eingelassen, dass ihr als examinierter B-Kirchenmusikerin in Hoerstgen nur eine wesentlich kleinere Stelle zur Verfügung gestellt werden konnte, dass selbst der Kinderchor extern refinanziert werden muss, dass die Aussichten auf Besserung nicht gegeben sind, dass eben alles „schwierig“ bleibt. Aber sie ist immer noch mit Freude dabei, der Kirchengemeinde einen eigenen musikalischen Akzent zu geben.  – Weil sie es gerne macht und gerne in Hoerstgen lebt.

ANNETTE LUBENOW, Jahrgang 1962, studierte in Düsseldorf Kirchenmusik, arbeitete dann in Ratekau und Sonsbeck, bis sie am 1. Januar 2002 die Kirchenmusikerstelle in Hoerstgen übernahm. Wenn Sie Interesse am Mitwirken im Kirchenchor, Kinderchor oder im Instrumentalkeis haben, erreichen Sie sie per mail musik@kirche-hoerstgen.de oder telefonisch: 02842-3398164.

Dank Annette Lubenows Engagement mutierte die Hoerstgener Kirche nicht zu einem hübsch erhaltenen stillen Museum, sondern wird regelmäßig lautstark mit  Leben erfüllt.

Erinnern Sie sich also beim nächsten Gottesdienstbesuch daran, dass die Orgel nicht einfach „erklingt“, sondern zum Klingen gebracht wird. Und wenn Sie meinen, der Kirchenchor sei manchmal vielleicht etwas zu dünn besetzt, denken Sie übers Mitsingen nach, denn es macht richtig Spaß, gemeinsam unter professioneller Leitung zu musizieren.

Ulrike Anhamm

Manfred Kapala (Foto: privat)

Die Gemeinde erhielt im September 2011 die Nachricht, dass Pastor Manfred Kapala plötzlich verstorben ist. Er war seit 1998 Pfarrer in der „Bonten Kerke“ in Lieberhausen, Krs. Gummersbach. Sein Kirchenkreis widmete ihm einen ehrenden Nachruf.
Einige unserer Gemeindeglieder erinnern sich noch gern an ihn, der in unserer Gemeinde als Pastor im Hilfsdienst tätig war, als Pfarrer Kunellis einen Aufenthalt in Amerika plante. Pfarrer Manfred Kapala feierte auch hier am 5. Februar 1995 seine Ordination. Er wurde in Moers beerdigt.
Wir trauern mit den Angehörigen.

Friederike Hesse (links) hier mit Katharina Olyschläger im Mai 2007 beim Hoerstgener Jubiläum (Foto: W. Lietzow)

starb am 7.1.2011 im Alter von 92 Jah-ren und wurde am 13.01.2011 auf dem Dorffriedhof in Hoerstgen begraben.

Friederike Hesse war die Ehefrau unseres früheren Pastors Eduard Hesse. Sie hat sich in all den Jahren immer sehr für unsere Kirchengemeinde eingesetzt. 1972 gründete sie für  die jungen Frauen im Dorf den “Jungmütterkreis”, der später und bis heute unser Mütterkreis ist.
Ich bin seit 1974 in diesem Kreis. Die Abende mit Frau Hesse waren mit oder ohne Gäste immmer sehr lehrreich, interessant, lebhaft und hielten uns ungefähr zehn Frauen gut zusammen. Inzwischen ist unser Kreis größer geworden. Wir sind jetzt ungefähr 20 Frauen, und wir kommen noch genau so gern einmal im Monat zusammen wie früher.  Denn wir kennen uns inzwischen alle sehr gut und wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können.

Ingrid Anhamm

ine der ersten Einladungen zum Jungmüttterkreis vom 5. 9.1972. Vielen Dank an Elisabeth Anhamm, die einige Anschreiben archiviert hat.