Unsere Nachbarin, die katholische Pfarrgemeinde St. Martinus, hat am Pfarrhaus in Rheurdt und an den katholischen Kindergärten in Schaephuysen und Tönisberg „Fairteiler“ eingerichtet, Orte zum fairen Teilen von Lebensmitteln.
Zu diesen „Häuschen“ können alle Menschen Lebensmittel bringen – oder sie kostenlos von dort mitnehmen.
Die „Fairteiler“ sind für jeden und jede frei zugänglich.
Ehrenamtliche „Foodsaver“, Lebensmittelretterinnen und -retter, der Initiative „Foodsharing (Essenteilen)“ pflegen die Verteilorte, halten sie sauber und bestücken sie mit Lebensmitteln, die sie „retten“ konnten.
Die Initiative „Foodsharing“ gibt es bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter holen in über 8.700 Betrieben Lebensmittel ab, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft werden können.
Jedes Jahr wandern in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll, mehr als 200 kg pro Einwohnerin oder Einwohner. Etwa die Hälfte davon kann leicht und direkt für andere Menschen nutzbar gemacht werden. Lebensmittelverschwendung ist eines der unnötigsten und unanständigsten Probleme unserer Gesellschaft!
Zehn Hilfetische standen lange Zeit im Gemeindesaal Hoerstgen bereit. Unsere Küsterinnen hatten sie mit allem bestückt, was Frauen, Kinder und Jugendliche brauchen,
die ohne Gepäck bei uns ankommen. Svitlana Hatilova hat dann fast jeden Tag Gäste zum Auswählen empfangen. Inzwischen sind die Sachen übergegangen in das viel größere
Hilfezentrum im Lutherhaus, Ebertstraße 57 (beim Markt), Kamp-Lintfort. Dieses Gemeindehaus mit Kirchenraum wird von der Nachbargemeinde für Gottesdienst,
Jugendarbeit, Gruppen und Gemeindebüro nicht mehr benötigt. Jetzt hat es die erste Nutzung ganz für die „Diakonie“, den Dienst am anderen Menschen, bekommen.
Geflüchtete Menschen und ihre Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen
-> Montag und Mittwoch von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10.00
bis 13.00 Uhr.
Im Gemeindehaus Sevelen, Rheurdter Straße 42, öffnet wieder regelmäßig das Café Welcome als Treffpunkt zum Beisammensein, Problemchen und Probleme Lösen und
Deutschlernen.
-> Jeden Donnerstag ab 15.30 Uhr.
Und die erste Kollekte in all unseren Gottesdiensten ist bis zum Ende des Kirchenjahres für die Diakonie der reformierten Kirche in der westlichen Ukraine bestimmt. Die kleine Kirche hat große Aufgaben an den unzähligen geflüchteten Menschen innerhalb des eigenen Landes.
Bei dem traurigen Anblick der Übel,
Immanuel Kant(1724-1804), Zum ewigen Frieden (1795)
welche die Menschen sich untereinander selbst antun,
erheitert sich doch das Gemüt durch die Aussicht,
es könne künftig besser werden;
und zwar mit uneigennützigem Wohlwollen,
wenn wir längst im Grabe sein und die Früchte,
die wir zum Teil selbst gesät haben, nicht einernten werden.
Die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, eine ländliche Gemeinde an drei Orten am Niederrhein, sucht zum 1. August 2022
eine Erzieherin oder einen anderen Menschen mit abgeschlossener pädagogischer Ausbildung
als JUGENDLEITER*IN
(zurzeit 19,25 Arbeitsstunden/ Woche – halbe Stelle)
für ihre gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit.Je nach den vereinbarten Aufgaben besteht eventuell Aussicht auf „Aufstockung“ der Stelle.
Auskunft und Bewerbung bei Stefan Maser, Vors. d. Presbyteriums, Dorfstraße 9, 47475 Kamp-Lintfort, 02842-4551, stefan.maser@kirche-hoerstgen.de
…all das planen, ankündigen und auch durchführen, was uns in so vielen Jahren einfach selbstverständlich war!
Trotz der noch immer bestehenden Einschränkungen haben wir einiges in Vorbereitung und hoffen, dass es stattfinden kann und uns allen gut tut.
Die GemeindeFERIENfreizeit für Ältere aus unserer Gemeinde und der Nachbarschaft ist für Montag, 20.6., bis Donnerstag, 30.6., in der beliebten und bewährten Hotelpension Schwanensee in Horn – Bad Meinberg geplant. Helga Wessels und Hella Hermann aus Hoerstgen haben wieder Planung und Leitung übernommen. Der Teilnahmepreis für Fahrt, Unterkunft in Einzel- oder Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/ WC, Vollpension und Gruppenprogramm mit zwei Ausflügen beträgt voraussichtlich 700 Euro (Ermäßigung bei geringem Einkommen möglich). Auskunft und Anmeldung bei Helga Wessels, Seniorentreffen Hoerstgen, 02842-42842.
Das Kletterwäldchen, bisher eine Einrichtung des Kirchenkreises Moers auf unserem Grundstück beim Gemeindezentrum und Jugendpavillon Rheurdt, wird hoffentlich rechtzeitig zur warmen Jahreszeit mit Beteiligung eines neuen Trägers wieder öffnen und Gruppen, Teams, Schulklassen, Familien und den Kindern und Jugendlichen unserer Familien für einen „Erlebnisnachmittag“ zur Verfügung stehen.
Unsere Jugendleiterinnenstelle in der Gemeinde hoffen wir zum August 2022 neu zu besetzen. Presbyterium und Jugendausschuss prüfen zurzeit die Möglichkeiten zur Finanzierung einer ganzen oder nahezu ganzen Stelle. Jugendleiterinnen mit Fachschulausbildung werden bei der Kirche nicht besonders gut bezahlt. Und auch junge Mitarbeiter*innen, die sich meistens sehr stark einsetzen, sollen von ihrer Arbeit leben können. Im nächsten „Gemeindeboten“ wird die neue Ausschreibung erscheinen.
Immer noch lohnt es, den Gottesdienstplan sorgfältig zu lesen und bis zum Ende seiner „Laufzeit“ aufzubewahren. Während der Schulferien wird ganz überwiegend nur ein Gottesdienst im gesamten Gemeindebereich stattfinden, an wechselnden Orten, aber zur einheitlichen Zeit 10.30 Uhr.
Und wenn sich wieder etwas ändert, ausfallen muss oder zusätzlich „geht“, geben wir es in den Gottesdiensten, den Schaukästen, den kommunalen Mitteilungsblättern und auf unserer Gemeindewebseite bekannt.
Der Auftrag kam „von oben“, von der Jugendsynode 2019 und dann, verbindlich, von der Landessynode 2021. Das kommt, auch wenn es eine gute Sache ist, in einer rheinischen Gemeinde mit reformiertem Herkommen nie so ganz gut an. „Wie können die einfach was beschließen, was wir dann tun müssen?“
Fakt ist: Alle rheinischen Kirchengemeinden beteiligen nun zusätzlich einen Menschen, der unter 27 Jahre alt ist, an der Gemeindeleitung! Das Presbyterium ist die „Gemeinderegierung“, keine „Gemeindevertretung“. Dieser junge Mensch im Presbyterium ist dann auch keine „Jugendvertreterin“, sondern nimmt, wenn mindestens 18 Jahre alt, wie die anderen mit Stimmrecht und Rederecht an allen Entscheidungen teil.
Und ein rheinisches Presbyterium ist eben für alles verantwortlich: alle Aufgaben der Gemeinde, beginnend mit dem Gottesdienst, die Mittel, die für diese Aufgaben zur Verfügung stehen, und für alle Verpflichtungen und Vereinbarungen, die die Gemeinde eingeht. Da qualmt auch den alten Häsinnen und Hasen manchmal der Kopf, die Sitzung wird lang und einiges ist einfach „ätzend“. „Was, da müssen wir uns jetzt auch noch drum kümmern?“
Ab jetzt ist immer mindestens ein wirklich junger Mensch dabei. Und er oder sie soll auch nicht möglichst schnell so werden wie die überwiegend um Jahrzehnte älteren Presbyterinnen und Presbyter oder tun, was jemand von denen ihm oder ihr vielleicht sagt – sondern teilnehmen mit der eigenen Sicht und aus der eigenen Lebenslage.
Die Gemeinde und die Kirche, aus Menschen gebaut, die gehören nicht uns, sondern Jesus und seinem Vater. Aber der „Laden“, den wir hier betreiben, der gehört in ein paar Jahren komplett euch, den Jüngeren!
Und hier seht ihr, wen die Presbyterinnen und Presbyter sich als „jungen Menschen im Presbyterium“ dazugeholt haben:

- Ich bin Kim Erbskorn aus Sevelen und bin 20 Jahre alt.
In meinem „normalen Leben“ mache ich zurzeit mein Fachabitur und fange nach den Sommerferien meine Ausbildung zur Erzieherin an.
In dieser Kirchengemeinde habe ich vor ein paar Jahren mit der Jugend- und Kinderarbeit als ehrenamtliche „Teamerin“ begonnen.
Liebe Kim Erbskorn, wir freuen uns, dass du ab jetzt dabei bist!
Seit ihrer Verpflichtung auf das Amtsgelübde nach § 27 Abs. 4 des Presbyteriumswahlgesetzes am 27. Mai (Ausnahmeregelung des Kreissynodalvorstandes vom 3. Februar für die Zeit, in der keine Einführungsgottesdienste stattfinden können) gehört sie dem Presbyterium mit Stimmrecht an. Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen hat sich damit auf elf Plätze vergrößert.
Im Presbyterium ist weiterhin ein Platz frei und durch Berufung nach § 28 des Presbyteriumswahlgesetzes zu besetzen, vorzugsweise aus dem Gemeindeteil Sevelen.
Nach verschiedenen deutschen Landschaften hat nun auch der Niederrhein seinen Dorfroman.
Christoph Peters, in Kalkar geboren, nennt seinen Roman schlicht „Dorfroman“, und doch handelt dieser Roman von vielem mehr als vom Dorf. Der namenlose Erzähler lebt als Einzelkind mit seinen Eltern in Hülkendonck bei Calcar und begegnet uns auf drei Erzählebenen, die in Kapiteln kunstvoll miteinander verbunden sind. Der Junge im Grundschulalter, klug aber schüchtern, interessiert sich für die Natur, sammelt Schmetterlinge und bekommt mehr mit, als die Eltern vermuten, was auch Ängste weckt. „Es kann nämlich sein, dass auch bei uns bald ein Krieg ausbricht, da die Russen unser Land erobern wollen, oder dass die Terroristen der Baader-Meinhof-Bande auf dem Weg in unsere Gegend sind, um uns zu ermorden.“ (S.11) Der Junge erfährt aber auch von den Konflikten, die der im Dorf geplante Bau des „Schnellen Brüters“ mit sich bringt; Diskussionen im Dorf zwischen Gegnern und Befürwortern der Atomkraft, die das Dorf und Familien zu spalten beginnen. Er ist, wie seine Eltern, überzeugt vom Nutzen der Atomkraft.
Später, als Jugendlicher, interessiert er sich für die auffallenden Atomkraftgegner, die in einer Art Kommune hausen und Aktionen planen. Juliane, eine junge Frau, sechs Jahre älter als er, hat es ihm besonders angetan, und er verliebt sich in sie. Die tragische Liebe, sein Wechsel ins Lager der Gegner verschärfen die Probleme in der Familie. Die Handlung kulminiert in der Großdemonstration Ende der 70er Jahre, die mit enormem Polizeieinsatz beendet wurde.
Die dritte Ebene zeigt den Erzähler als Erwachsenen, der seit dreißig Jahren in Berlin wohnt und seine alten Eltern besucht. Er räumt in seinem Jungenzimmer auf, betrachtet die Relikte seiner Jugend und Kindheit und reflektiert die Ereignisse der Vergangenheit.
Der Roman ist spannend erzählt, und der Wechsel der Ebenen vermittelt Eindrücke vom Dorfleben in den 70er Jahren und von den Konflikten um den Schnellen Brüter, der nicht zuletzt durch die Proteste der Atomkraftgegner nicht ans Netz ging.
Hiltrud Leenders, leider früh verstorben, ist uns in Erinnerung als Autorin des Trio Kriminale „Leenders-Bay-Leenders“. Sie hat jedoch 2018 mit „Pfaffs Hof“ auch einen Dorfroman geschrieben, in dem die kleine Annemarie aus der Sicht eines Kindes in den 60er Jahren vom Leben auf einem einsam gelegenen Bauernhof am Niederrhein erzählt. Sie schreibt in kindlichem Stil von ihren Erfahrungen als evangelisches Kind in einer katholischen Umgebung, von den Problemen in der Familie, aber auch von den Menschen, die sie mag. Ihre besondere Leidenschaft ist das Lesen, und wenn es ihr nicht gut geht, träumt sie sich nach Bullerbü. Das ist anrührend zu lesen. Wir erfahren viel über eine Zeit, an die wir Lesende unsere persönlichen Erinnerungen haben, in der auch die Nachwirkungen des Krieges eine Rolle spielen.
Anja Wedershoven hat mit „Im Schatten der Kopfweiden“ einen Niederrhein-Krimi geschrieben, der in Geldern handelt. Johanna Brenner hat sich nach schlechten Erfahrungen in Berlin in ihre alte Heimat versetzen lassen und arbeitet nun für die Kripo in Krefeld. Sie hat ihre Koffer noch nicht ausgepackt, da wird beim Friedhof in Geldern die Leiche einer jungen Kinderärztin gefunden, und Johanna hat ihren ersten Fall. Im Dienst bekommt sie es mit einer unangenehmen Chefin zu tun und ablehnenden Kollegen. Ihr Partner wirkt sympathisch, hat aber eigene Probleme und traut sich nicht, zu Johanna zu halten, obwohl er sie mag. Johanna macht es sich selbst nicht leicht; sie unternimmt Alleingänge, ignoriert eine beginnende starke Erkältung und bringt sich in Schwierigkeiten. Unter den Tatverdächtigen ist eine Familie mit einem behinderten Kind, das die Kinderärztin nach Meinung des Vaters nicht richtig behandelt hat. Dann sind da noch der Kinderarzt und seine Frau, der in Rente gehen will, und dessen Praxis die tote Ärztin übernehmen sollte. In der Folge entwickelt sich eine spannende Tätersuche mit überraschenden Wendungen und einem rasanten, spannenden Finale. Auch der sehr dunkle Prolog findet schließlich seine Auflösung. Lesevergnügen ohne unnötige Brutalität.
Abschied von Altpresbyter und -kirchmeister Friedhelm Tersteegen in Hoerstgen
Am 22. Januar 2016 haben wir in der fast vollbesetzten Hoerstgener Kirche Abschied von Friedhelm Tersteegen genommen. Am 16. Januar war er 94jährig nach einer großen Operation und zwei schweren Rückschlägen im Krankenhaus in Duisburg verstorben.
Friedhelm Tersteegen ist sein Leben lang beim Glauben an Jesus Christus, seiner Gemeinde und dem Hoerstgener Gottesdienst treu geblieben. Er fehlte nie. Seiner Gemeinde diente er als Presbyter und Kirchmeister, der auch mal selbst mit der Werkzeugtasche kam, wenn etwas nicht in Ordnung war. Die Anliegen der Partnergemeinde Kienitz im Oderbruch, zum Beispiel die Erhaltung und schrittweise Wiederherstellung ihrer kriegszerstörten Kirche, waren seine persönlichen Anliegen. Mehr als einmal stand er dort mit einem seiner Söhne selbst auf dem Baugerüst. Mit gleicher Treue fuhr er bis zu seiner Aufnahme ins Krankenhaus Woche für Woche zum Friederike-Fliedner-Haus in Lintfort, um dort seine Nachbarin und frühere Mitarbeiterin der Gemeinde zu besuchen. Mit seiner Ehefrau Irmgard hatte er bis zu ihrem Tod im Jahr 2013 fast die Eiserne Hochzeit erreicht. Wo die beiden waren, oft mit den Tersteegen-Geschwistern Ernst oder Leni , war es immer fröhlich, besonders wenn zu Friedhelms Gitarre gesungen wurde. Viele Jahre sang er im Chor und konnte durchaus einen kleineren Chorauftritt leiten, wenn die Kirchenmusikerin verhindert war. Und eine Seniorenfreizeit ohne ihn kann sich auch noch niemand so richtig vorstellen.
Gute biblische Grundsätze wird Friedhelm Tersteegen sein Leben lang gehabt haben. Durch die jahrzehntelange Freundschaft mit dem früheren Hoerstgener Pfarrer Eduard Hesse kam dazu ein waches und kritisches theologisches Urteilsvermögen. Friedhelm Tersteegen wurde dabei aber weder zum Hobby-Theologen noch zum Hobby-Pfarrer. Er war und blieb etwas noch viel Besseres: ein fröhlicher, sehr sympathischer und überall beliebter Christenmensch!
Der „Freundeverein der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen Rheurdt Sevelen e.V.“ ist ordentlich gegründet worden! Bei der Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag des letzten Jahres wurde vorgetragen, warum sich die Gründung eines Fördervereines, den wir Freundeverein nennen wollen, empfiehlt:Elke Pfitzer
WENN IN HOERSTGEN die Weidtmann-Orgel – unser so genanntes „Schätzchen“ – erklingt, wenn der Kirchenchor einen spannenden Abendgottesdienst gestaltet, wenn der Kinderchor zu Weihnachten herzerfrischend singt „Es ist ein langer, langer, langer Weg von Nazareth nach Bethlehem, Maria ist hoch schwanger, schwanger, schwanger, schwanger“, dann rezipieren wir das gerne, übersehen dabei aber auch oftmals, dass all diese schönen, manchmal witzigen und eben auch ergreifenden Momente eine Person gestaltet hat:
unsere Kirchenmusikerin Annette Lubenow.
Wem nützt die schönste Orgel, wenn sich nicht jemand mit ihr beschäftigt und sie entsprechend spielt? Und wer sorgt dafür, dass sich ein Kirchenchor regelmäßig und gerne zum Proben trifft und sich auf einen musikalischen Abendgottesdienst, einen Weihnachts-, Oster- oder Erntedankgottesdienst ernsthaft vorbereitet? Wer motiviert Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitspielen im Instrumentalkreis? – Unsere Kirchenmusikerin eben.
Annette Lubenow hat sich vor zehn Jahren darauf eingelassen, dass ihr als examinierter B-Kirchenmusikerin in Hoerstgen nur eine wesentlich kleinere Stelle zur Verfügung gestellt werden konnte, dass selbst der Kinderchor extern refinanziert werden muss, dass die Aussichten auf Besserung nicht gegeben sind, dass eben alles „schwierig“ bleibt. Aber sie ist immer noch mit Freude dabei, der Kirchengemeinde einen eigenen musikalischen Akzent zu geben. – Weil sie es gerne macht und gerne in Hoerstgen lebt.

ANNETTE LUBENOW, Jahrgang 1962, studierte in Düsseldorf Kirchenmusik, arbeitete dann in Ratekau und Sonsbeck, bis sie am 1. Januar 2002 die Kirchenmusikerstelle in Hoerstgen übernahm. Wenn Sie Interesse am Mitwirken im Kirchenchor, Kinderchor oder im Instrumentalkeis haben, erreichen Sie sie per mail musik@kirche-hoerstgen.de oder telefonisch: 02842-3398164.
Dank Annette Lubenows Engagement mutierte die Hoerstgener Kirche nicht zu einem hübsch erhaltenen stillen Museum, sondern wird regelmäßig lautstark mit Leben erfüllt.
Erinnern Sie sich also beim nächsten Gottesdienstbesuch daran, dass die Orgel nicht einfach „erklingt“, sondern zum Klingen gebracht wird. Und wenn Sie meinen, der Kirchenchor sei manchmal vielleicht etwas zu dünn besetzt, denken Sie übers Mitsingen nach, denn es macht richtig Spaß, gemeinsam unter professioneller Leitung zu musizieren.
Ulrike Anhamm
Die Gemeinde erhielt im September 2011 die Nachricht, dass Pastor Manfred Kapala plötzlich verstorben ist. Er war seit 1998 Pfarrer in der „Bonten Kerke“ in Lieberhausen, Krs. Gummersbach. Sein Kirchenkreis widmete ihm einen ehrenden Nachruf.
Einige unserer Gemeindeglieder erinnern sich noch gern an ihn, der in unserer Gemeinde als Pastor im Hilfsdienst tätig war, als Pfarrer Kunellis einen Aufenthalt in Amerika plante. Pfarrer Manfred Kapala feierte auch hier am 5. Februar 1995 seine Ordination. Er wurde in Moers beerdigt.
Wir trauern mit den Angehörigen.

Norbert Derrix
Stefan Maser
Ulrike Anhamm


