In diesem Jahr ist zu Ostern alles anders, als es jemals vorher gewesen ist. Ganz viel, was uns sonst selbstverständlich schien, ist seit drei Wochen nicht mehr möglich. Stattdessen beschäftigt uns die Ausbreitung eines gefährlichen Krankheitserregers über die ganze Welt. Und das, was wir tun können und müssen, um schweres Leid von Menschen abzuwenden.

Und dabei ist unser besonderer Auftrag als evangelische Gemeinde, dabei zu bleiben, dass unsere Verantwortung da nicht beim „ich“ oder irgendeinem „wir“  endet.

Die Krise in dieser Form wird irgendwann enden, hoffentlich bald.

Was werden wir dann gelernt haben? Was wichtig finden? Was wirklich nicht mehr wichtig?

Darüber werden wir sicher auch in unseren Gemeindekreisen, im Gespräch nach dem Gottesdienst und im Presbyterium nachdenken, wenn wir uns dann wieder treffen können.

Aber auch bis dahin gilt: „Gottes Ostern fällt nicht aus. Das ist versprochen. Gott sei Dank!“

Über den Autor / die Autorin

Stefan Maser

Stefan Maser ist als Pfarrer für Hoerstgen, Rheurdt und Sevelen zuständig. Als Beauftragter des Kirchenkreises für Ökumene und das Gustav-Adolf-Werk guckt er gerne über den Tellerrand zu anderen Kirchen und Gemeinden, auch in ärmeren Ländern. Seitdem die Gemeinde für alle Dörfer nur noch einen Pfarrer hat, ist sein Auftrag als Krankenhausseelsorger am St. Bernhard-Hospital nach 22 Jahren entfallen. Stefan Maser lebt mit seiner großen Familie im Pfarrhaus in Hoerstgen.