Serubabel war verantwortlich für den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Tempels in Jerusalem. Aber die Leute, Heimkehrer aus langer Verbannung, sagten: „Wir sind zu arm. Uns fehlen die Mittel. Wir können jetzt keinen Tempel bauen.“ Auch anderen Widerstand gegen das Projekt gab es wohl noch.
Da bekommt Serubabel dies Wort vom Propheten Sacharja zu hören.
„Nein, nicht durch Heer und Kraft!“ Was war die Gefahr? Dass er aufgibt, weil die Voraussetzungen und Mittel fehlen? Dass er Druck macht, Zwang anwendet? Oder seinen Vorgesetzten, den persischen König, dazu bewegt, die Sache mit seinen Mitteln durchzusetzen?
„Sondern durch Gottes Geist!“ Mit mehr Vertrauen auf ihn und weniger berechnendem Blick auf die Ressourcen. Sozusagen mit Glauben statt mit Schauen. (Der Tempel wurde übrigens wieder gebaut.)
Wir wollen, nach unserer Gemeindekonzeption, Gemeinde zur Herberge ausbauen. Menschen sollen gerne zu uns kommen, gut aufgenommen und beherbergt werden. Und wir hoffen, dass ihnen der Glaube und die Gemeinde Jesu dabei zur Heimat werden. Wir fühlen uns für Viele verantwortlich. Kinder, Jugendliche, Alte, Kranke, Menschen in besonderen Lebenslagen, für die, die neu sind am Ort. Auf den ersten Blick sieht es dafür nicht gut aus. Geld ist knapp, der Haushalt im minus. Die Leute sind, wie sie sind. Und von diesem Sommer soll es mit einem Pastor gehen statt mit zweien, wie das seit siebzig Jahren war. Alles zu jeder Zeit an jedem Ort, das wird nicht mehr gehen. Keine guten Voraussetzungen für weiteren Auf- und Ausbau.
Wie geht das, dass was geht? Nach dem Wort des Propheten zählt die Motivation, das Bewegtsein durch Gottes Geist, mehr als die Kalkulation, das Abschätzen und Berechnen der Möglichkeiten.
Gottes Geist hat eine Handschrift, eine Richtung, ein Gesicht.
Es ist der Geist Jesu, an ihm genauestens abzulesen und zu lernen.
Er ist Liebe, Furchtlosigkeit und eine klare Orientierung auf die Menschen, die uns am nötigsten brauchen. Der Rest findet sich! Meistens übrigens in Gestalt von Menschen, die zur Mitarbeit bereit sind. Sie sind die Bausteine, auf die es ankommt.
Mit den anderen Mitarbeitenden der Gemeinde grüßt herzlich Ihr und euer Stefan Maser

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.