Neue Bücher für den Lese-Herbst:

Für die langen Abende stelle ich Ihnen Bücher vor, die wir in diesem Jahr bekommen haben, und die gelesen werden sollten: So, wie Klaus Modick die Worpsweder Künstlerkolonie aufleben ließ, hat er sich in „Keyserlings Geheimnis“ der Schwabinger Bohéme um 1901 angenommen. Der Maler Lovis Corinth malt in der Sommerfrische ein Porträt des Schriftstellers Eduard von Keyserling und Modick nutzt die Situation, um dessen geheimnisvolle Jugend zu erzählen. Damit empfiehlt er einen wenig bekannten, aber lesenswerten Schriftsteller unserer Aufmerksamkeit. Sie können Keyserling auch selbst kennen lernen durch seinen bekanntesten Roman „Wellen“.

Weil es so schön ist, wenn Geschichten weitergehen, hat Jojo Moyes mit „Mein Herz in zwei Welten“ ihre Heldin Louisa in ein weiteres Abenteuer und in die USA geschickt.

Und da Gesamtwerke von mehreren Bänden in Mode sind, hat Lucinda Riley mit „Die sieben Schwestern“ schon zart angedeutet, wie viele Romane es geben wird. Die ersten vier finden Sie bei uns, und zusammen mit diesem Gemeindeboten soll der fünfte Band erscheinen.

Die junge Studentin Mia aus Köln trifft in Venedig den jungen Restaurator Matteo und meint, er solle gerne mal vorbeikommen, wenn er in Köln sei. Und so heißt es in Hanns-Josef Ortheils heiterem Roman eines Tages „Der Typ ist da“. Der bringt dann auch die Frauen-WG von Mia und ihren beiden Mitbewohnerinnen gehörig durcheinander, und Mias Vater gibt er neuen Lebensmut.

Isabell Allende hat mit „Der japanische Liebhaber“ eine Geschichte geschrieben, die in der Gegenwart spielt, aber weit in die Vergangenheit reicht und von Freundschaft und einer lebenslangen Liebe erzählt.

Mit ihrem zweiten Roman „Die Geschichte des Wassers“ setzt Maja Lunde ihre melancholischen Betrachtungen zum Zustand unserer Erde fort. In diesen heißen, trockenen Julitagen fragt man sich, wie weit die von Lunde beschriebene Entwicklung schon fortgeschritten ist. Ein ernster Roman, gut erzählt.

Auch Krimiautoren gaben ihr Bestes, um Spannung zu erzeugen. Jan Seghers lässt Kommissar Marthaler in „Menschenfischer“ in der Szene um Kindesmissbrauch ermitteln und eine neue Kollegin treffen.

Jan Weiler schickt seinen Kommissar in die High Society von München, und auch die Probleme in seinem mit Giftmüll belasteten Neubauviertel nehmen nicht ab. Also: „Kühn hat Ärger“.

An der Gesamtschule in einer kleinen schwedischen Stadt lässt Hakan Nesser einen jungen Lehrer im Pult seines Vorgängers Aufzeichnungen finden, und der macht sich in „Der Fall Kallmann“ daran, den mysteriösen Tod seines Kollegen aufzuklären, was die Kleinstadt tief erschüttern wird.

In den letzten Tagen erhielten wir die Autobiographie von Gregor Gysi mit dem Titel „Ein Leben ist zu wenig“.

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