Presbyterium beschließt ökumenische Partnerschaft mit DIOS ES AMOR

Dios Es Amor, Foto: Stefan MaserDIOS ES AMOR (Gott ist Liebe) ist ein christliches Sozialprojekt in einem Armenviertel der peruanischen Hauptstadt Lima. DIOS ES AMOR arbeitet auf dem Grundstück eines früheren Kinderheims und beruht auf der Mitarbeit der Nachbarinnen und Nachbarn. Für Kinder, Familien und alte Menschen, besonders die aus den schlechtesten Hütten an den Hängen, werden Hilfen zur Ernährung, Ausbildung, Gesundheitsfürsorge und Erholung angeboten. Zu den gemeinsam organisierten Hilfen für noch ärmere Viertel und Siedlungsplätze ist in den letzten Jahren die Abfallsammler-Kooperative ReciAmancaes gekommen.

In unserer Gemeinde besteht seit 1997 Verbindung nach Lima. Es gibt finanzielle Unterstützung, auch durch regelmäßige Kollekten, es gab Besuche aus Lima, Begegnungen in unseren Gemeindekreisen sowie gemeinsame Stände auf drei Kirchentagen. Die Ausgaben des Projekts für Lebensmittel, Medikamente, Brennstoffe, Wasser und Abgaben werden überwiegend mit Spenden aus dem deutschsprachigen Raum finanziert. Hierfür besteht ein privater Freundes- und Unterstützerkreis.

In unserem Kirchenkreis Moers bestehen Partnerschaften zu Gemeinden an der Oder, nach Ägypten, Indonesien, Ruanda und zur United Church of Christ in den USA. Nun hat das Presbyterium in seiner Septembersitzung beschlossen: Wir treffen dazu als Gemeinde eine Partnerschaftsvereinbarung mit DIOS ES AMOR!

Dios Es Amor, Foto: Stefan MaserAls ökumenische Partner versprechen wir uns gegenseitiges Anteilnehmen und Anteilgeben. Wir suchen den Austausch, zum Beispiel durch Besuche. Die Evang. Kirchengemeinde Hoerstgen sagt zu, weiter Spenden für DIOS ES AMOR entgegenzunehmen und weiterzuleiten, Kollekten für DIOS ES AMOR zu sammeln und es für Spenden zu empfehlen. Nach Möglichkeit sollen weitere gemeinsame Projekte, z.B. zu Kirchentagen stattfinden. So soll ökumenisches Lernen und ökumenische Verantwortung gefördert werden.

Es ist zurzeit nicht daran gedacht, die Arbeit von DIOS ES AMOR, die Reisen anlässlich von Begegnungen oder gemeinsame Projekte aus Haushaltsmitteln der Evang. Kirchengemeinde Hoerstgen zu finanzieren. Die Partnerschaftsvereinbarung soll während des nächsten Besuchs aus Lima im Herbst 2016 getroffen werden.

In solch einem Beschluss steckt die Erkenntnis: Ökumene ist nicht nur das gute Verhältnis zur katholischen Nachbar- und Schwestergemeinde. Auch die Verbindung mit Menschen der armen Länder der Erde und ihren Lebenslagen gehört dazu. Denn ursprünglich bedeutet das griechische Wort ‚oikoumene’ „(ganze) bewohnte Erde“. Für sich allein ist die Gemeinde Jesu nicht komplett!

Über den Autor / die Autorin

Stefan Maser

Stefan Maser ist Pfarrer in Hoerstgen und zugleich evangelischer Krankenhausseelsorger am St. Bernhard-Hospital. Außer der Arbeit in der Gemeinde füllen die Verbindung zum Sozialzentrum "Dios es Amor (Gott ist Liebe)" in einem Armenviertel von Lima/ Peru und eine große Familie sein Leben aus. Zusätzlich zu seinem Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen übernimmt er gemeinsam mit Pfarrer Kunellis noch Aufgaben in der Evangelischen Kirchengemeinde Neukirchen.

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