Alle unter einem Dach

Mit einem Neujahrsempfang für die ganze Gemeinde, Nachbarn, Freunde und Unterstützer wurde am 11. Januar der Einzug in das erneuerte Gemeindehaus in Hoerstgen an der Dorfstraße gefeiert. In zweijähriger Bauzeit war in der Hülle des 115 Jahre alten Ziegel-Hallenbaus ein modernes, einladendes, vielfältig und wirtschaftlich nutzbares Gemeinde- und Nachbarschaftszentrum entstanden.

Bistro, Besprechungs- und Gruppenraum sowie ein kleiner Saal mit hoher Decke bieten Raum für die zahlreichen Gruppen und Kreise, Chöre und andere musische Angebote. Zum großen Saal zusammengeschlossen reichen sie für über 100 Menschen an Tischen und noch viel mehr in Stuhlreihen. Platz genug für kulturelle Veranstaltungen und weitere Angebote, die vielleicht in Zukunft unter das Gemeindedach kommen.

Es gibt schon Anfragen und Ideen für Kurs- und Beratungsangebote. Trotz der hohen und kostspieligen Sicherheitsauflagen hatte sich die Gemeinde für den Ausbau in zwei Stockwerken entschieden. Das Obergeschoss wurde von Architekt Holger Hölsken, Wesel, als „Haus im Haus“, von unten auch in seiner Konstruktion erkennbar, konzipiert.

Die oberen Räume sind noch nicht voll ausgebaut. Das Weiterbauen hängt von neuen Einnahmen ab. Ausgebaut wäre oben ein vollwertiges Jugendheim, auf das Kinder, Jugendliche und Jugendleiterin natürlich dringend warten.

Die Gäste wurden von unseren Jugendlichen mit einem Getränk begrüßt – und mit Drehorgelmusik von Pfarrer Ulrich Sagel aus Wesel. Unter der hohen Akustikdecke spielten die Bläser des vierköpfigen „Trio plus“. Auch eine Ausstellung mit Naturfotos von Christa Kunellis aus Sevelen und der Eine-Welt-Verkaufsstand der Gemeinde waren schon mit dabei. Und natürlich wurde noch mit allen zusammen zu Mittag gegessen.

Im Namen des Presbyteriums dankte Wolfgang Grimm, Rheurdt, Handwerkern und Architekt für rundherum überzeugende Arbeit, den Helferinnen und Helfern bei Freiwilligeneinsätzen und den Geberinnen und Vermittlern von Geldbeiträgen und Sachspenden. Er bat sie aber auch, mit Geben und Helfen noch nicht nachzulassen.

Ein besonders herzlicher Dank und Applaus galt dem langjährigen Kirchmeister der Gemeinde Thomas Hirth aus Kamp, der sich während der gesamten Bauzeit noch mehr als Andere für das Vorhaben und seine möglichst sparsame Verwirklichung eingesetzt hatte.

Das neue alte Haus und seine Räume überzeugen und begeistern bisher alle Besucher. Viele betreten es beim ersten Mal mit einem „Aah!“ auf den Lippen. Und das ist doch eigentlich das schönste Ergebnis beim Bauen!

Über den Autor / die Autorin

Stefan Maser

Stefan Maser ist Pfarrer in Hoerstgen und zugleich evangelischer Krankenhausseelsorger am St. Bernhard-Hospital. Außer der Arbeit in der Gemeinde füllen die Verbindung zum Sozialzentrum "Dios es Amor (Gott ist Liebe)" in einem Armenviertel von Lima/ Peru und eine große Familie sein Leben aus. Zusätzlich zu seinem Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen übernimmt er gemeinsam mit Pfarrer Kunellis noch Aufgaben in der Evangelischen Kirchengemeinde Neukirchen.

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