In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei.

Dicke rote Kerzen, Tannenzweigeduft und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt jetzt in der Luft.

Das ist Vorweihnachtszeit.

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln.“ (Jesaja 35, 1 – Monatsspruch für den Dezember)

Das ist Advent.

Vorweihnachtszeit kann schön sein, zum Beispiel mit Kindern. Advent ist wichtiger. Denn Advent bedeutet, dass es für diese Welt eine Hoffnung gibt. Dass sie eine Zukunft hat, auch dort, wo jetzt nur Wüste und Einöde ist. Weil einer auf diese Welt zukommt, sie ruft und auf Antwort wartet.
In den kargen Bergen des Nordirak fliehen Christen und ihre Nachbarn, viele von der Glaubensgemeinschaft der Jesiden, vor Mörderbanden. Sie erreichen den nächsten halbwegs sicheren Ort mit nichts als dem nackten Leben.
Das Mittelmeer, an dem wir gerne Ferien machen, wird zum Grab für Tausende. Als Flüchtlinge vor Gewalt und Not versuchen sie, mit überfüllten Booten Europa zu erreichen. Das Programm unserer Staaten, das das verhindern soll, heißt „Frontex“. Mich erinnert dieser Name an ein Ungeziefervertilgungsmittel.
Das sind menschliche Wüsten und Einöden von heute. Niemand von uns wird es schaffen, das zu beenden und eine neue Welt daraus zu machen. Aber was wir reden und tun, in unserer Umgebung, mit unseren Mitteln und Möglichkeiten, das soll doch wohl zu dem passen, was wir hören und glauben.
„Das Handeln der Christinnen und Christen ist zeichenhaftes Handeln“, haben wir im Gottesdienst zum Gemeindefest von Pfarrer Jürgen Kunellis gehört. Was sind die besten, deutlichsten, helfenden Zeichen?
Die Gottesdienste, Bibelgespräche und Gemeindekreise, zu denen wir auf den nächsten Seiten einladen, sind auch dazu da, um das herauszufinden.
Immerhin ist Advent. Gott kommt auf diese Welt zu. Sein Ziel ist, dass aus Jammer Befreiung und Jubel wird. – Mit den anderen Mitarbeitenden
der Gemeinde grüßt herzlich Ihr/euer

Pfarrer Stefan Maser

Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin.
Und ich will dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
in stetem Lob und Preis
Und deinem Namen dienen,
so gut es kann und weiß.

Paul Gerhardt – eg 11

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