… bilden zwei Romane, die wir für die Bücherei kürzlich gekauft haben, Schlusspunkte in zweierlei Hinsicht.
kinder_der_freiheitKen Follett hat mit „Kinder der Freiheit“ seine Trilogie über das 20. Jahrhundert beendet. Viele  Leser kennen den Waliser als erfolgreichen Bestsellerautor von Romanen wie „Die Tore der Welt“. Im ersten Buch der Trilogie „Sturz der Titanen“ beschreibt er das junge Jahrhundert mit der Zeit um den 1.Weltkrieg und den gesellschaftlichen Veränderungen, die sich abzeichnen. Der  zweite Roman „Winter der Welt“ hat die Zeit zwischen den Weltkriegen, das Erstarken der Nazis und den 2.Weltkrieg zum Thema. Den dritten und letzten Band siedelt er zwischen dem Bau und dem Fall der Mauer an. Dieses umfangreiche Vorhaben löst Follett, indem er die sorgfältig recherchierten historischen Fakten nicht verändert, sondern die ihm wichtigen Entwicklungen und Ereignisse an fiktiven Helden, Familien aus Deutschland, England, Wales, Russland und den USA entwickelt und den Leser in die Ereignisse einbindet, ihnen Spannung verleiht und den Leser mitfühlen und mitleiden lässt. Das macht er so spannend, dass man die drei Bände sehr zügig liest. Für Ken Follett war im 20. Jahrhundert der Wunsch nach Freiheit das wesentliche Element politischen und gesellschaftlichen Strebens. Was wird wohl das 21. Jahrhundert bringen? Alle drei Bände der Trilogie finden Sie bei uns!
eiseskaelteArnaldur Indridason ist einer der bekanntesten isländischen Autoren. In zehn Kriminalromanen hat er seinen grüblerischen, eigenbrötlerischen Kommissar Erlendur Sveinsson in Reykjavik und Umgebung ermitteln lassen. Die Romane haben viel mit Island und seiner Geschichte zu tun, sind sehr skandinavisch, ein wenig düster. Wir haben von seinem traumatischen Erlebnis als Kind erfahren, als er in einem Schneesturm seinen jüngeren Bruder verloren hat. Nun ist Erlendur in seinem elften Fall  „Eiseskälte“ endgültig in den Ostfjorden gelandet, der Gegend seiner Kindheit, und er ermittelt im Fall einer vermissten Frau, die in demselben Schneesturm wie sein Bruder umgekommen sein soll und ebenfalls nie gefunden wurde. Er campiert trotz des beginnenden Winters in der Ruine seines Elternhauses. Bei seinen Nachforschungen lernen wir einsame, seltsame Menschen kennen, die fern der Großstadt in der Einöde Islands leben. Unter diesen Menschen klärt Erlendur das Verschwinden der jungen Frau auf und findet auch Hinweise auf seinen Bruder. Dem Leser wird deutlich, dass dies Erlendurs letzter Fall ist und er nicht mehr nach Reykjavik zurückkehren wird.
Überrascht hat mich die Verlagsankündigung eines im Dezember erscheinenden Romans, in dem der junge Erlendur seinen ersten Fall löst.

Jörg Heil

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