Was, schon seit zehn Jahren?
24. Januar 2012 | Von w.grimm | Kategorie: Aktuell
Es stimmt tatsächlich, unsere Jugendleiterin Christel Bosch ist seit dem 1. November 2011 bereits seit 10 Jahren in unserer Kirchengemeinde für die Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich. Dies hat Wolfgang Grimm zum Anlass genommen, mit ihr ein Interview zu führen, um auf dieses Jahrzehnt zurück zu blicken.
Christel, was hast Du gemacht, bevor Du als Jugendleiterin zur Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen gekommen bist?
Nach meinem Studium der Sozialpädagogik habe ich zunächst drei Jahre in einem Sonderkindergarten mit geistig behinderten Kindern gearbeitet, danach sieben Jahre im Kindergarten „Regenbogen“ in Kamp-Lintfort. Nachdem ich meine beiden Kinder bekommen hatte, blieb ich erst einmal zuhause im Erziehungsurlaub.
Warum hast Du Dich dann für die Kinder- und Jugendarbeit entschieden?
Ich wollte nach zehn Jahren in der Arbeit mit Kleinkindern einfach mal was anderes machen, wünschte mir mehr Abwechslung mit unterschiedlichen Altersgruppen, suchte neue Aufgaben und Arbeitsgebiete, in denen ich selbständiger arbeiten konnte.
Wie fing es dann an?
Anfangs habe ich die vor zehn Jahren bestehenden Gruppen und Kreise, die meine Vorgängerin betreut hatte, weiter begleitet. Nach und nach habe ich dann neue Angebote, die oft von den Kindern und Jugendlichen selber angeregt wurden, aufgebaut, wie z. B.: Verschiedene Freizeiten für Kinder und Jugendliche, die in Deutschland zu verschiedenen Orten führten oder ins Ausland nach Irland, Frankreich, Österreich oder die Niederlande, Konfirmanden- und Katechumenen-Freizeiten, Ferienprogramme mit interessanten Themen in den Osterferien, Kinderbibelwochen in den Herbstferien, Hoerstgener Opening zum Jahresbeginn, Kinder-Disco, Mädchentreff oder das Generationencafé.
Mir war immer wichtig, dass die verschiedenen Angebote in den drei Gemeindeteilen Hoerstgen, Sevelen und Rheurdt gut verteilt sind.
Ist Dir die viele Fahrerei zwischen den drei Gemeindeteilen nicht zuviel geworden?
Anfangs war es manchmal etwas viel, vor allem weil mir die Zeit dann für „Wichtigeres“ fehlte, aber im Laufe der Jahre habe ich darauf geachtet, durch eine entsprechende Planung keine unnötigen Fahrten zu machen. Außerdem macht mir die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen immer noch sehr viel Spaß und ich möchte keinen anderen Beruf haben.
Gibt es weitere Aktivitäten, die Du als Jugendleiterin unserer Gemeinde gerne wahrnimmst?
Von Anfang an bin ich alle zwei Jahre zusammen mit Jugendlichen zum Evangelischen Kirchentag gefahren. Anfangs als Besucher, später auch mit eigenen Angeboten, wie in 2011 nach Dresden mit unserem Generationencafé. Dazu haben die Jugendlichen vorher Berge von Keksen gebacken, wovon sie heute noch sprechen.
Wir wissen, dass Du auch über den Dorfrand hinaus schaust und Dich seit Jahren im Kirchenkreis Moers für die Jugendarbeit engagierst.
Das stimmt und ich finde es auch wichtig, dass ich beispielsweise bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung der KEJM mitwirke, der Konferenz der ehrenamtlichen jugendlichen Mitarbeiter.
Gut, dass Du die Arbeit mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern ansprichst. Dies ist doch auch ein wichtiger Teil Deiner Arbeit als Jugendleiterin?
Ganz bestimmt. Immer wieder versuche ich, jüngere Jugendliche für die ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen, zu informieren und einige Jahre zu begleiten. Dies ist wichtig, um die vielfältigen Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde gemeinsam mit den Jugendlichen durchführen zu können, die eine Person alleine auch nicht bewältigen könnte und weil die meisten Ehrenamtlichen nach ihrem Schulabschluss und einer nachfolgender Ausbildung oder einem Studium leider nicht mehr aktiv mitmachen können.
