Den Kinderschuhen entwachsen

16. Juli 2010 | Von g.soika | Kategorie: Aktuell, Gemeindeleben

Rückblicke auf ein erstes Jahr „KonfiKids“

Sevelener KonfiKids im Abschlussgottesdienst am Himmelfahrtstag (Foto: Knitter)

Wie es im Leben immer so geht, man wird gefragt wie man eine neue Idee findet. So unverblümt wie man ist, sagt man gut, denn Stillstand gerade in der heutigen Zeit ist immer schlecht! Dann wird man gefragt, ob man sich vorstellen könnte, sich für diese neue Idee stark zu machen und auch einzusetzen. Klar, stark machen ist auch immer gut. Ich hatte Glück, dass Barbara Fluch auch gleich begeistert war. So gab es schon mal zwei aus Sevelen! Vielleicht ging es den Müttern aus Rheurdt auch so oder so ähnlich. Wir hatten  zwar  keinen blassen Schimmer, waren dafür aber voller Tatendrang und schmiedeten schon Pläne. An sich eine gute Basis, aber die Tücke steckt im Detail. Wie sagt man immer so schön: Der Mensch denkt und Gott lenkt! Wir hatten fünf Jungens in unserer Gruppe und die waren auch voller Tatendrang und hatten teilweise ihre eigenen Pläne. Wir bekamen Unterrichtsmaterial an die Hand und konnten Frau Soika und Herrn Kunellis auch jederzeit um Hilfe bitten. Wollten wir natürlich erst mal nicht, schließlich sind wir Mütter und so schwer kann das ja nicht sein.
Schwer war es auch nicht, dafür aber facettenreich:
Es war  lustig, als sich die Jungens zum Erntedank  ans Backen begaben.
Zum Glück wurde bei Barbara gebacken!!!
Es war kreativ beim Gestalten von Kerzen und Malen von Bildern.
Picasso und Co. können einpacken!
Es war aufregend vor jeder Aufführung egal ob beim Rollenspiel oder Musizieren.
Aber unsere Jungens waren, wie immer, toll!
Es war anstrengend, als wir an Themen kamen, die wir selber nur schwer erklären konnten. Beistand kam von oben!
Es war informativ, gerade als wir die Synagoge in Issum besucht haben.
Nochmals vielen Dank an Herrn van Leuck!
Es war lehrreich, als wir feststellten: Kinder wissen manchmal mehr als Erwachsene und können es dann auch noch besser erklären. Hier ein Dank an die Schulen! Ein Tipp an alle Eltern: nur nichts anmerken lassen!
Es war auch manchmal erschöpfend, gerade wenn Spannungen in der Gruppe aufkamen und wir an unsere eigenen Grenzen stießen.
Es war ergreifend, als wir unsere Jungens am Abschlussgottesdienst an die Hand nahmen und zusammen das Abendmahl einnahmen.  Hier auch nochmals Danke an alle, die da waren!
Auf jeden Fall war es ein tolles Jahr, was Barbara und ich nicht missen möchten.
Die Erfahrungen kann uns keiner nehmen und wir hoffen, dass sich noch ganz viele Mütter finden werden, um auch solche tollen Erfahrungen zu machen und diese gute Idee am Leben zu erhalten.
Hier noch ein Tipp von Barbara und mir: Das Wichtigste ist die Gemeinschaft und von selbst gemachten Plänen kann und darf man sogar abweichen!
Simone Knitter und Barbara Fluch, die Sevelener KonfKids-Mütter 2009/2010

Jetzt ist der Kirchliche Unterricht mit unserem ersten Jahrgang mit acht- und neunjährigen Kindern bereits Geschichte.

Fisch und Licht, Schriftrolle, ein Merkstsein mit einemKreuz für jeden – und natürlich Brot und Traubensaft beim Abendmahl. Erinnerungszeichen für Jesus standen am Himmelfahrtstag im Mittelpunkt des Abschlussgottesdienstes mit den Hoerstgenern KonfiKids und ihren Familien. (Foto: S. Maser)

„KonfiKids“ haben wir die Kinder genannt, die mit viel Begeisterung neun Monate lang an einem ersten Jahr Kirchlichen Unterrichts teilgenommen haben. In Hoerstgen erteilte Pfarrer Maser den Unterricht, in Rheurdt und Sevelen fand der Unterricht in Kleingruppen, erteilt von beteiligten Müttern, statt.
Am Himmelfahrtstag fand in allen drei Gemeindeteilen ein Abschlussgottesdienst statt. Es wurde Rückschau auf die schöne gemeinsame Zeit gehalten. Die Kinder erhielten eine Urkunde, die dokumentiert, dass sie ein erstes Jahr Kirchlichen Unterrichts besucht haben, und sie feierten ihr erstes Abendmahl, ein Abendmahl mit Traubensaft. Dazu hatte eine der Gruppenmütter, eigens das Brot für Sevelen und Rheurdt gebacken.
Der KonfiKids-Unterricht ist für unsere Gemeinde der Einstieg in das Abendmahl mit Kindern. Von nun an dürfen die Kinder, die diesen Unterricht besucht haben, in ihrer Gruppe oder mit ihren Eltern am Abendmahl teilnehmen. Aber der Unterricht ist auch der Versuch einer Antwort auf eine sich verändernde Schullandschaft, in der immer mehr Unterricht gerade für die Sekundarstufe I (5. – 10. Klasse) auf den Nachmittag verlegt wird und die jungen Leute einfach weniger Zeit haben, etwa in der 7. Klasse an einem Dienstagnachmittag zum Unterricht beim Pfarrer zu kommen.
An dieser Stelle danke ich allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben, dass unser erstes Unterrichtsjahr mit acht- und neunjährigen Kindern ein Erfolg werden durfte. Herausheben möchte ich die Eltern, die uns ihre Kinder für diesen Unterricht anvertraut haben und die Mütter, die den Unterricht in ihren privaten Häusern erteilt haben.
J. Kunellis

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